In eedc heißt der Bereich „Wärme/Klima”. Er umfasst jedes Gerät, das Strom in Wärme oder Kälte verwandelt — unabhängig davon, wie es heißt:
Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Grundwasser-Wärmepumpen
Split-Klimaanlagen (Luft-Luft), auch als Multisplit mit mehreren Innengeräten
Brauchwasser-Wärmepumpen, die ausschließlich Warmwasser machen
Heizstäbe, Zusatz- und Notheizungen — als Teil der Anlage, nicht als eigenes Gerät
Alle diese Geräte legst du als Investition vom Typ Wärmepumpe an. Die Wärmepumpenart (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Grundwasser, Luft-Luft, Brauchwasser) ist eine Angabe am Gerät, kein eigener Investitionstyp. Sie steuert vor allem, welche Felder eedc dir anbietet und welche es erwartet — nicht, was du erfassen darfst.
Der Grundsatz: der Zähler entscheidet, nicht die Bauart
Bis v4.0.28 hing die Frage, welche Größen ein Gerät haben kann, an seiner Bauart. Eine Kühl-Achse gab es nur an Luft-Luft-Geräten; wer an einer Luft-Wasser-Wärmepumpe einen getrennten Kühlzähler hatte, konnte ihn nirgends eintragen.
Seit v4.0.29 gilt umgekehrt: Was du messen kannst, kannst du auch zuordnen. Die Bauart schlägt nur noch vor, welche Felder oben stehen. Alles andere liegt unter dem zugeklappten Abschnitt „Weitere Größen erfassen” und rückt nach oben, sobald du dort einen Sensor einträgst.
Das hat einen Preis, den du kennen solltest: eedc kann nicht wissen, ob dein Gerät etwas nicht tut oder ob du es nur nicht misst. Genau deshalb steht in §4 bei jeder fehlenden Kennzahl ein Grund statt einer geschätzten Zahl.
Der Block Wärme/Klima im Cockpit fasst alle Geräte zusammen, der Komponenten-Hub zeigt sie einzeln. Das ist kein Widerspruch, sondern der wichtigste Unterschied auf dieser Fläche — siehe §7.
2. Voraussetzungen — welcher Zähler für welche Anzeige
Monats- und Tageswerte kommen aus zwei verschiedenen Quellen:
Der Monatswert kann aus der Langzeitstatistik von Home Assistant kommen. Die reicht Monate zurück — auch für einen Sensor, den du gerade erst zugeordnet hast.
Der Tageswert entsteht aus Zählerständen, die eedc selbst mitschreibt, jeweils zum Tagesanfang und Tagesende. Die gibt es erst ab dem Zeitpunkt der Zuordnung.
Deshalb kann Cockpit → Monat eine Wärmemenge zeigen, während Cockpit → Tag für dieselbe Anlage noch „—” sagt. eedc schreibt das seit v4.0.29 hin:„Zähler zugeordnet, aber für diesen Tag liegen keine Zählerstände vor.”
Was du tun kannst: Frühere Tage lassen sich über die Reparatur-Werkbank nachrechnen (Einstellungen → Daten → Tag neu berechnen). Oder du wartest — ab morgen entstehen die Werte von selbst.
eedc erwartet fortlaufend steigende Zählerstände („total increasing”). Ein Sensor, der jede Nacht auf 0 zurückspringt (utility_meter mit Tages-Zyklus), funktioniert über Home Assistant trotzdem: Dort liest eedc die reset-bereinigte Summe, nicht den Rohwert.
⚠ Auf dem MQTT-/Standalone-Pfad gilt das nicht — dort kommt der rohe veröffentlichte Wert an. Springt er zurück, erkennt eedc das und sagt für diesen Tag nichts, statt eine falsche Zahl zu bilden: „Der Zähler ist an diesem Tag zurückgesprungen.”
Dieser Abschnitt ist so wichtig wie die Tabelle darüber. Mehrere Dinge fehlen mit Absicht — sie zu ergänzen wäre eine Verschlechterung, keine Verbesserung.
Kein „SEER”. Für den Kühlbetrieb bildet eedc die Arbeitszahl Kühlen = Kältemenge ÷ Kühlstrom. Sie heißt nicht SEER, obwohl es naheläge: SEER ist eine genormte Größe, die auf einem Prüfstand unter festgelegten Bedingungen ermittelt wird. Was eedc bilden kann, ist das Verhältnis deiner beiden Zähler über einen Zeitraum. Sie „SEER” zu nennen würde eine Vergleichbarkeit mit dem Datenblatt behaupten, die sie nicht hat.
Keine geschätzte Kältemenge. Ohne Kältemengenzähler gibt es keine Arbeitszahl Kühlen. Man könnte sie aus einem angenommenen Wirkungsgrad rechnen — dann käme genau der Faktor zurück, mit dem gerechnet wurde. Das wäre keine Messung, sondern eine Rückgabe der eigenen Annahme.
Keine Bewertung von Lüften und Entfeuchten. Beide Betriebsarten erscheinen in der Aufteilung, wenn du dafür Zähler hast. Eine Kennzahl bekommen sie nicht: Sie erzeugen keine Nutzenergie, die sich messen ließe. Ihr Strom fällt deshalb auch aus dem Nenner der Arbeitszahl — sonst drückte er eine Zahl, mit der er nichts zu tun hat.
Keine Note für deine Anlage. eedc rechnet mit deinen Zahlen, es bewertet dich nicht. Eine Arbeitszahl von 1,8 ist kein Mangel, sondern die Beschreibung einer Anlage, die viel direkt elektrisch heizt. Steht sie unter 2, schreibt eedc genau das daneben:
„Eine Arbeitszahl nahe 1 entsteht, wenn ein großer Teil der Wärme direkt elektrisch erzeugt wurde (Heizstab, Zusatz- oder Notheizung). Die Zahl beschreibt die Anlage in diesem Zeitraum, sie ist kein Fehler.”
Keine 0, wo „unbekannt” gemeint ist. Eine 0 heißt „gemessen und es war null”. Wo eedc etwas nicht weiß, steht „—” mit dem Grund daneben — nie eine Null, die wie eine Messung aussieht.
Kein Vergleich von passiv gegen aktiv gekühlt. Passive Kühlung läuft nur über Umwälzpumpen und erreicht ein Vielfaches der Effizienz einer aktiv gekühlten Anlage. Beide Zahlen sind für sich richtig; sie gegeneinander zu stellen wäre die Falschaussage. Deshalb gibt es am Gerät das Feld „Kühlung: aktiv oder passiv” — es ändert keine deiner Zahlen, es hält dich nur aus dem falschen Vergleich heraus.
4. Wann eine Kennzahl verschwindet — und warum das richtig ist
Eine Arbeitszahl ist Wärme ÷ Strom. Sie ist nur dann eine Aussage, wenn Zähler und Nenner dasselbe meinen — dieselbe Anlage, dieselbe Funktion, denselben Zeitraum. Wo das nicht gesichert ist, lässt eedc die Zahl weg und schreibt den Grund hin.
Das ist die unangenehmste Eigenschaft dieser Fläche und zugleich ihre wichtigste. Eine plausible falsche Zahl ist schlimmer als ein ehrlicher Strich — sie landet im Jahresbericht, im Community-Vergleich und in deiner Entscheidung über die nächste Investition.
Zähler zuordnen — oder die gepflegte Arbeitszahl nutzen (dann ist die Wärme abgeleitet)
Wärme ist gerechnet, nicht gemessen
Die Wärme kam aus Strom × Arbeitszahl. Sie durch denselben Strom zu teilen gäbe genau die Arbeitszahl zurück, mit der gerechnet wurde.
nichts — die Zahl wäre zirkulär
nur Kühlbetrieb in diesem Zeitraum
Der Zähler lief, aber nicht fürs Heizen. „Kein Stromverbrauch” wäre hier die falsche Auskunft.
nichts, das ist die Wahrheit über einen Sommermonat
Wärmepumpe und Klimaanlage in einer Zahl
Der Block fasst eine klassische Wärmepumpe und eine Split-Klimaanlage zusammen. Beide heizen, aber sie sind nicht vergleichbar: andere Nutzenergie, anderer Maßstab. Eine gemeinsame Arbeitszahl wäre ein Quotient aus zwei Welten.
jedes Gerät einzeln im Komponenten-Hub ansehen — dort hat jedes seine eigene Zahl
nicht alle Geräte melden Wärme
Der Block fasst mehrere Geräte zusammen; im Nenner steht der Strom von allen, im Zähler die Wärme von einem.
einzelnes Gerät im Komponenten-Hub ansehen
Heizstab-Strom auf dem WP-Zähler
Deine eigene Angabe im Feld Fremdanteil auf den Zählern. Der Stromwert ist zu groß.
Angabe korrigieren, wenn sie nicht mehr stimmt
zweiter Erzeuger am Wärmezähler
Dieselbe Angabe, andere Richtung: Ein zweiter Erzeuger speist denselben Heizkreis — ein Gas- oder Ölkessel, oder ein elektrischer Heizstab, dessen Strom getrennt gezählt wird. Der Wärmewert ist zu groß.
dito
Zähler messen verschiedene Zeiträume
Strom und Wärme stammen aus verschieden langen Messzeiträumen.
Lücken im Monatsabschluss schließen
Strom nicht getrennt je Funktion gemessen
Betrifft nur die Arbeitszahlen Heizen und Warmwasser.
Sie beantworten die Frage „Warum ist der Tag leer, obwohl der Monat gefüllt ist?” (siehe §2):
Kein Zähler zugeordnet — mit dem Weg dorthin.
Zähler zugeordnet, aber für diesen Tag liegen keine Zählerstände vor. Tageswerte entstehen ab der Zuordnung; frühere Tage lassen sich in der Reparatur-Werkbank nachrechnen. Der Regelfall kurz nach einer Zuordnung.
Der Zähler ist an diesem Tag zurückgesprungen — für diesen Tag gibt es deshalb keine Aussage.
⛔ Bis v4.0.28 stand an dieser Stelle unterschiedslos „Sensor zuordnen” — auch bei jemandem, der zugeordnet hatte. Ein Tester hat daraufhin zu Recht gefragt, was die Anzeige ihm eigentlich sagen will. Eine falsche Ursache ist schlimmer als keine: Ohne Hinweis sucht man selbst, mit einem falschen sucht man an der falschen Stelle.
Der Fremdanteil — die einzige Angabe, die eedc nicht messen kann
Zwei Lagen machen jede Arbeitszahl unbrauchbar, ohne dass man es den Zahlen ansieht:
Der Heizstab hängt am Stromzähler der Wärmepumpe, seine Wärme läuft aber nicht über den Wärmemengenzähler. ⇒ Der Stromwert ist zu groß, die Arbeitszahl zu klein.
Ein zweiter Erzeuger speist denselben Heizkreis, den der Wärmemengenzähler misst; der Stromzähler erfasst nur die Wärmepumpe. ⇒ Der Wärmewert ist zu groß, die Arbeitszahl zu gut.
Das ist der Gas- oder Ölkessel im bivalenten Betrieb — und ebenso ein elektrischer Heizstab, dessen Wärme durch denselben Wärmemengenzähler läuft, während sein Strom getrennt gezählt wird. Bei vielen Geräten (Daikin, Nibe) ist genau das die Werkseinstellung.
⚑ Der Heizstab steht in beiden Lagen, und das ist kein Fehler. Nicht das Gerät entscheidet, welcher Fall bei dir vorliegt, sondern wo deine Zähler sitzen. Zwei Fragen genügen:
Zählt der Stromzähler der Wärmepumpe den Heizstab mit? → Ja: Lage 1.
Läuft die Wärme des Heizstabs durch denselben Wärmemengenzähler? → Ja, aber sein Strom wird getrennt gezählt: Lage 2.
Trennst du den Heizstab auf der Stromseite ab — etwa, indem du ihn als eigenen Verbraucher unter Sonstiges führst —, seine Wärme aber weiter im gemeinsamen Zähler steht, dann bist du in Lage 2. Die Arbeitszahl wird dadurch nicht sauber, sondern zu gut: Im Zähler steht Wärme, die dein Kompressor nie erzeugt hat.
Beide trägst du am Gerät unter „Fremdanteil auf den Zählern” ein. Sie ändern keine einzige deiner Mengen — Strom, Wärme, Kosten und CO₂ bleiben, wie sie sind. eedc lässt nur die Arbeitszahl weg und schreibt den Grund daneben.
Warum es ein Feld ist und nicht zwei Kennzeichen: Es ist eine Regel — Zähler und Nenner müssen dasselbe meinen. Ein Kennzeichen je Beispiel hätte eine Fallsammlung daraus gemacht, und der bivalente Fall (Nr. 2) blieb genau deshalb jahrelang unsichtbar.
Alles läuft über Einstellungen → Datenquellen. Dort steht je Gerät eine Liste von Feldern; neben jedem Feld wählst du die Quelle: HA-Sensor, MQTT, Connector oder Keine.
Einstellungen → Investitionen → Neu → Wärmepumpe. Die Wärmepumpenart bestimmt, welche Felder oben stehen:
Art
Felder oben
Nicht angeboten (aber erreichbar)
Luft-Wasser / Sole-Wasser / Grundwasser
Stromverbrauch, Heizwärme, Warmwasser
Betriebsart-Zähler (Kühlen, Lüften, Entfeuchten)
Luft-Luft (Klimaanlage)
Stromverbrauch, Betriebsart-Zähler
Warmwasser — den Kreis gibt es dort nicht
Brauchwasser (nur Warmwasser)
Stromverbrauch, Warmwasser
Heizwärme, Strom Heizen
„Nicht angeboten” heißt nicht „gesperrt”. Alles Übrige liegt unter „Weitere Größen erfassen” und rückt nach oben, sobald du dort einen Sensor einträgst. Die einzige echte Ausnahme ist Warmwasser an einer Luft-Luft-Klimaanlage: Ein gefüllter Wert erzeugt dort eine Ersparnis, die es nicht gibt.
Schritt 2 — Entscheiden: ein Zähler oder getrennte?
Am Gerät gibt es den Schalter „Getrennte Strommessung”.
Aus (Standard): Du ordnest einen Zähler zu — Stromverbrauch.
Ein: Du ordnest zwei zu — Strom Heizen und Strom Warmwasser. Der Gesamtverbrauch ist dann die Summe; ein zusätzlicher Gesamtzähler wird nicht mehr erwartet.
⚠ Der Schalter ist eine Zusage, kein Wunsch. Steht er auf ein und du ordnest die beiden Zähler nicht zu, hat das Gerät keinen Stromverbrauch — nicht nur keine getrennte Aufteilung. Genau daran ist ein Tester hängen geblieben: Er hatte einen Gesamtzähler, den Schalter aber eingeschaltet; der Block Wärme/Klima fehlte daraufhin in der Tagesansicht komplett. Ausschalten hat es gelöst.
Schritt 3 — Die Wärme zuordnen (oder bewusst darauf verzichten)
Heizwärme und Warmwasser sind thermische Größen in kWh — die abgegebene Wärme, nicht der Strom. Das ist die häufigste Verwechslung überhaupt.
Ohne Wärmemengenzähler rechnet eedc die Heizwärme aus Strom × gepflegter Arbeitszahl und kennzeichnet sie als abgeleitet. Die Mengen sind dann eine Modellrechnung, die Arbeitszahl fällt weg (sie wäre zirkulär). Das ist ein legitimer Betriebszustand, kein Mangel.
Schritt 4 — Betriebsart erfassen (optional, aber lohnend)
Es gibt zwei Wege, und gemessen schlägt abgeleitet:
Weg A — Betriebsart-Zähler (genauer). Du ordnest Strom Heizbetrieb, Strom Kühlbetrieb, Strom Lüftbetrieb, Strom Entfeuchtungsbetrieb zu, soweit vorhanden. eedc rechnet nichts, es liest ab.
⚑ Für Warmwasser gibt es hier bewusst kein Feld. Wer seinen Warmwasser-Strom getrennt misst, trägt ihn unter Strom Warmwasser ein (Schritt 2) und bekommt daraus seine Arbeitszahl · Warmwasser. Ein zweites Feld für dieselbe Zahl wäre nur eine Gelegenheit, beide versehentlich zu addieren.
Weg B — Betriebsmodus-Sensor (bequemer). Du ordnest einen Sensor zu, der sagt, was das Gerät gerade tut. eedc schreibt ihn stündlich mit und teilt den Verbrauch danach auf.
Am besten die climate-Entität deines Geräts — die meldet den Modus von sich aus richtig.
Ein gewöhnlicher sensor. geht genauso, er muss aber einen dieser Texte liefern:
Home-Assistant-Schreibweise
deutsch
eedc versteht es als
heat
heizen
Heizen
dhw · hot_water · water_heating
warmwasser · brauchwasser · trinkwasser
Warmwasser
cool
kuehlen · kühlen
Kühlen
dry
entfeuchten
Entfeuchten
fan_only
lueften · lüften
Lüften
off
aus
Aus
auto · heat_cool
automatik
unbestimmt — das Gerät lief, die Seite ist nicht zuordenbar
Groß-/Kleinschreibung ist egal.
⚑ Warmwasser kennt Home Assistant nicht als Betriebsmodus — es führt die Trinkwassererwärmung in einer eigenen Gerätegruppe. Eine climate-Entität allein sagt dir also meist nur heizen/kühlen. Wenn deine Wärmepumpe Warmwasser macht, ist der Template-Sensor unten der Weg dorthin.
⛔ Eine Zahl reicht nicht. Manche Integrationen liefern den Modus als Rohwert — Viessmann zum Beispiel als sensor.…_hk1_mode_raw mit dem Wert 1. Was 1 bedeutet, weiß nur dein Gerät; eedc rät es nicht und zeigt deshalb „Unbestimmt”. Dasselbe gilt für jeden anderen Text, den die Tabelle nicht kennt.
Der Ausweg ist ein Template-Sensor in Home Assistant, der aus dem, was du hast, einen der Texte oben macht. Hast du Leistungssensoren je Funktion, brauchst du die Codierung deines Geräts gar nicht:
template:
- sensor:
- name: "Wärmepumpe Betriebsmodus (eedc)"
state: >
{% set kuehl = states('sensor.DEIN_KUEHL_LEISTUNG')|float(0) %}
{% set heiz = states('sensor.DEIN_HEIZ_LEISTUNG')|float(0) %}
{% set ww = states('sensor.DEIN_WARMWASSER_LEISTUNG')|float(0) %}
{% if kuehl > 20 %}kuehlen
{% elif ww > 20 %}warmwasser
{% elif heiz > 20 %}heizen
{% else %}aus{% endif %}
⚠ Die 20 stehen für 20 Watt — prüf zuerst die Einheit deiner Sensoren. Die Schwelle soll nur das Standby-Rauschen abfangen. Meldet deine Wärmepumpe ihre Leistung in kW (also 0,8 statt 800), wird sie nie über 20 kommen: der Sensor steht dann dauerhaft auf „aus”, obwohl das Gerät läuft — und es sieht so aus, als hätte alles funktioniert. Bei kW-Sensoren nimm einen Wert wie 0.02, bei W-Sensoren einen, der zum Standby-Verbrauch deines Geräts passt.
So prüfst du es: In Home Assistant unter Entwicklerwerkzeuge → Zustände den Sensor suchen — dort steht der aktuelle Wert. Läuft die Wärmepumpe gerade, ist eine dreistellige Zahl Watt und eine Zahl mit Komma kW.
⚠ Die Reihenfolge im Template ist nicht beliebig. Läuft die Wärmepumpe für Warmwasser, kann dabei auch der Heiz-Leistungssensor Werte zeigen; deshalb wird Warmwasser vor Heizen geprüft. Wer es umdreht, bucht seine Warmwasserstunden aufs Heizen.
⚑ Was du davon siehst:Strom-Aufteilung nach Betriebsart unter deiner Wärmepumpe bekommt eine eigene Zeile Warmwasser — in Cockpit → Tag, Monat und Jahr, im Komponenten-Hub und als Sensor Strom Warmwasserbetrieb in Home Assistant.
⚠ Das ist etwas anderes als das Feld Strom Warmwasser, auch wenn beide dieselbe Energie meinen können. Strom Warmwasser ist ein eigener Zähler und ein Summand: Heizen + Warmwasser ergeben zusammen deinen Gesamtverbrauch. Die Zeile im Balken ist eine Teilmenge des Gesamtverbrauchs, aus mitgeschriebenen Stunden. Addiere sie nie.
⚠ Weg B wirkt nur ab jetzt. Die Aufteilung entsteht aus mitgeschriebenen Stunden — rückwirkend gibt es sie nicht. Deshalb steht unter dem Balken, wie viele Stunden eedc tatsächlich mitgelesen hat.
Mehrere Innengeräte — eedc braucht eine Aussage über die Anlage
Dein Stromzähler ist einer (meist eine Messsteckdose am Außengerät). Für die Aufteilung
braucht eedc deshalb genau eine Aussage darüber, was die Anlage gerade tut — nicht drei
Aussagen über drei Innengeräte.
Der einfache Weg, und für die meisten der richtige: Ordne bei allen Innengeräten
dieselbeclimate-Entität zu. Bei einer Anlage mit einem Kältekreis gibt ohnehin das
Außengerät die Richtung vor — das zuerst eingeschaltete Innengerät bestimmt sie, die anderen
können dann nur dasselbe. Mehrere Zuordnungen auf dieselbe Entität zählt eedc als eine
Quelle; deine Aufteilung funktioniert wie gewohnt.
⛔ Zeigen die Zuordnungen auf verschiedene Entitäten, teilt eedc nicht auf und sagt es im
Daten-Checker. Der Grund ist nicht Bequemlichkeit: Aus mehreren Innengeräte-Zuständen einen
Anlagen-Zustand zu bilden, hängt an deiner Anlage — ob ein Innengerät lüften kann, während
ein anderes heizt; ob dein Außengerät beim Enteisen etwas meldet; ob „Entfeuchten” bei dir
kühlseitig läuft. Das weißt du, eedc weiß es nicht — und eedc rät nicht.
Der zweite Weg: du schreibst die Regel selbst. Ein Template-Sensor fasst deine Innengeräte
zu einer Anlagen-Aussage zusammen; dessen Ergebnis ordnest du dann als Betriebsmodus zu:
template:
- sensor:
- name: "Klimaanlage Betriebsmodus Anlage (eedc)"
state: >
{% set g = [states('climate.INNEN_1'),
states('climate.INNEN_2'),
states('climate.INNEN_3')] %}
{% if 'heat' in g %}heizen
{% elif 'cool' in g %}kuehlen
{% elif 'dry' in g %}entfeuchten
{% elif 'fan_only' in g %}lueften
{% elif g | reject('eq','off') | list | count == 0 %}aus
{% else %}automatik{% endif %}
⚠ Die Reihenfolge ist auch hier nicht beliebig, und sie ist deine Entscheidung. Sie sagt:
ein Innengerät, das eine Richtung nennt, gewinnt gegen eines, das nur lüftet oder aus ist —
denn den Löwenanteil verbraucht der Verdichter, und der arbeitet für die Richtung. Passt das
nicht zu deiner Anlage, dreh sie um.
⛔ aus erst, wenn wirklich alle aus sind — und auch dann mit Vorsicht. „Alle Innengeräte
aus” heißt nicht „die Anlage ist aus”: Das Außengerät kann enteisen oder nachlaufen und
dabei kräftig Strom ziehen. Wenn du dafür eine eigene Quelle hast, nimm sie; wenn nicht, ist
automatik (⇒ unbestimmt) die ehrlichere Antwort als aus.
Wenn deine Anlage taktet: „Leerlauf” behält deinen Modus
Meldet deine Integration zusätzlich den Ist-Betrieb (Aktuelle Aktion in Home Assistant),
liest eedc ihn mit — er sagt genauer als der eingestellte Modus, was gerade läuft. Nennt er
eine Richtung (Heizen, Kühlen, Entfeuchten, Lüften), gilt sie.
Steht dort Leerlauf, weil die Solltemperatur erreicht ist, bleibt dein eingestellter
Modus stehen. Eine Anlage, die auf Kühlen steht und gerade pausiert, kühlt weiterhin —
Home Assistant schreibt es genauso auf die Kachel: „Leerlauf (Kühlbetrieb)”. Die Stunde zählt
deshalb zum Kühlen.
⛔ Bis v4.0.30 war das anders, und das war ein Fehler: Leerlauf verwarf den Modus, die
Stunde fiel unter nicht aufgeteilt. Bei einem gut ausgelegten Inverter-Gerät ist das der
größte Teil der Zeit — die Aufteilung war damit praktisch wirkungslos. Gemeldet von einem
Anwender mit einer taktenden Multisplit-Anlage.
Was weiterhin nicht aufgeteilt bleibt: Leerlauf, während keine Richtung eingestellt
ist — also bei Automatik (heat_cool) oder wenn dein Gerät gar keinen Modus meldet. Dann
gibt es nichts, worauf eedc zurückfallen könnte, und geraten wird nicht.
Hast du Zähler je Betriebsart (Schritt 4, Weg A), brauchst du den Betriebsmodus für die
Aufteilung nicht — er wird dann gar nicht dafür herangezogen. Der Modus ist der Weg für
alle, die nur einen Zähler haben. Beides zuzuordnen schadet nicht (der Modus trägt weiter
Icon und Klartext in der Live-Sicht), bringt für die Aufteilung aber nichts dazu.
⛔ Und das gilt schon ab dem ersten Zähler. Ordnest du auch nur einen Betriebsart-Zähler
zu, gilt für dieses Gerät nur noch der gemessene Weg — die übrigen Betriebsarten erscheinen
dann unter nicht aufgeteilt, statt aus dem Modus abgeleitet zu werden. Ordne deshalb entweder
alle zu, die du hast, oder verlass dich auf den Modus.
eedc setzt voraus, dass der Zähler dieses Geräts den ganzen Verbrauch erfasst — Außengerät
und Innengeräte. Alle Werte, die du je Innengerät pflegst, versteht eedc als
Aufschlüsselung dieses Gesamtwerts, nie als etwas, das dazukommt.
⛔ Werden deine Innengeräte über eigene Steckdosen versorgt und dort gemessen, passt das
nicht — dann fehlt ihr Verbrauch in deiner Bilanz, nicht nur in der Aufteilung. eedc kann
das heute nicht abbilden. Melde dich, wenn deine Anlage so gebaut ist; die Frage ist
beschrieben und wartet auf einen echten Fall.
⚑ Übersteigen deine Betriebsart-Zähler den Anlagenzähler, sagt eedc es und weist keine
Aufteilung aus. Zwei Ursachen sind möglich und von außen nicht unterscheidbar: der
Anlagenzähler erfasst nicht alles (siehe oben) — oder die Zähler sind herstellerseitig
gerechnete Anteile statt Messungen. Falsche Eingangswerte erzeugen falsche Ergebnisse;
eedc korrigiert sie nicht, es nennt sie.
Beide Wege ganz oder gar nicht je Gerät. Wer Betriebsart-Zähler hat, für den gelten sie; der abgeleitete Weg wird dort nicht zusätzlich angewendet. Eine Aufteilung, deren eine Hälfte aus einem Zähler und deren andere aus einer Rechnung stammt, trüge ein halbwahres Etikett.
Schritt 5 — Die Kältemenge (nur mit Kältemengenzähler)
Nutzenergie Kühlbetrieb ist die abgeführte Wärme in kWh. Nur damit entsteht die Arbeitszahl Kühlen. Hast du keinen solchen Zähler — der Normalfall —, steht dort der Grund statt einer Zahl.
Leistung gesamt, Leistung Heizen, Leistung Warmwasser, Leistung Kühlen (alle in W), Warmwasser-Temperatur, Betriebsmodus, Soll- und Raumtemperatur.
⛔ Watt ist keine Kilowattstunde. Ein Leistungssensor gehört nie in ein kWh-Feld. Die Stundenwerte eines Leistungssensors ergeben zwar eine plausible Zahl — sie speist aber nicht die Zählerpfade, aus denen der Block Wärme/Klima entsteht. Liefert dein Gerät nur Leistung, baue in Home Assistant unter Helfer → Integral-Sensor (Riemannsche Summe) einen kWh-Zähler daraus.
Einstellungen → Daten. Er nennt fehlende Zuordnungen, Monate ohne Werte und Widersprüche — und zu jedem Befund den Weg dorthin. Ein Befund, den du nicht auflösen kannst, ist ein Fehler im Checker und keine Aufgabe für dich. Melde ihn.
Diese sechs Bauformen sind nicht erfunden — fünf davon stammen aus Rückmeldungen von Testern, und alle sechs stehen als nachgestellte Anlagen im Prüflauf von eedc. Sie zeigen, was du bei welcher Ausstattung bekommst.
A — Wärmepumpe und Klimaanlage, nur die Wärmepumpe meldet Wärme
„Ich habe getrennte Zähler für Heizung, Warmwassererwärmung … und seit dem Sommer auch für den Kühlbetrieb.”
Heizen 3000 kWh Wärme auf 750 kWh Strom · Warmwasser 600 auf 200 · Kühlen 100 kWh Strom ohne Kältemenge. Gesamtstrom 1050 kWh.
Kennzahl
Wert
Arbeitszahl · Heizen
4,00
Arbeitszahl · Warmwasser
3,00
Arbeitszahl gesamt
3,79 — 3600 ÷ (1050 − 100)
Arbeitszahl · Kühlen
„—”, kein Kältemengenzähler zugeordnet
⭐ Der Kühlstrom steht in keinem der Nenner. Er gehört zu einer Nutzenergie, die hier nicht gemessen wird. Stünde er drin, sähe die Anlage im Sommer aus wie eine schlechte Heizung.
C — Eine Wärmepumpe, die kühlt, aber ohne getrennte Messung
Kein Betriebsart-Zähler, kein Betriebsmodus-Sensor.
Es gibt keine Aufteilung — der Balken fehlt ganz, statt drei Nullen zu zeigen. Die Gesamt-Arbeitszahl bleibt unverfälscht: Weil eedc den Kühlanteil nicht kennt, erfindet es ihn auch nicht.
Wärmepumpe mit getrennter Strommessung (800 + 400 kWh) und Wärmemengenzählern (2400 + 1000 kWh), dazu eine Klimaanlage mit 200 kWh und eigenem Modus-Sensor. Beide melden an 18 Stunden.
Anzeige
Wert
Strom verbraucht
1400 kWh (alle drei Zähler)
Modus erfasst
18 Stunden — nicht 36
Aufgeteilte Menge
wird genannt, sobald sie vom Gesamtstrom abweicht
Aggregiert aus
Wärmepumpe · Klimaanlage — die Namen stehen unter dem Block
Arbeitszahl
„—”, Wärmepumpe und Klimaanlage in einer Zahl
⭐ Kilowattstunden darf man über Geräte addieren, Stunden nicht. Zwei Geräte, die dieselben 18 Stunden liefen, ergeben 18 Stunden Beobachtung. Bis v4.0.28 stand dort 36 — an einem Tag.
⭐ Der Block nennt seine Geräte — und seit v4.0.31 auch unter Cockpit → Tag. Solange dort niemand sagte, dass zwei Geräte in einer Summe stecken, war die Zahl nicht nachvollziehbar: Wer den Balken mit dem Zähler einer seiner Anlagen verglich, fand eine Differenz, für die es keine Erklärung gab. Monat und Jahr nannten die Namen längst, der Tag als einzige Sicht nicht.
Die Mengen bleiben zusammen, und das ist Absicht. Kilowattstunden über Geräte zu addieren ist richtig — was fehlte, war die Auskunft darüber. Wer die Geräte einzeln sehen will, öffnet Komponenten → Wärmepumpe; dort steht jedes für sich, mit eigener Arbeitszahl.
Wähle die Wärmepumpenart Brauchwasser. eedc fragt dann nur noch nach Stromverbrauch und Warmwasser — die Heiz-Achse wird weder angeboten noch erwartet, und der Daten-Checker verlangt sie nicht.
Hast du doch einen Heizzähler (manche Geräte unterstützen einen kleinen Heizkreis): Trag ihn unter „Weitere Größen erfassen” ein. Die Bauart ist ein Vorschlag, kein Verbot.
„Der Block zeigt eine andere Arbeitszahl als der Komponenten-Hub.”
Das ist so gewollt und der wichtigste Unterschied auf dieser Fläche. Der Block Wärme/Klima im Cockpit fasst alle Geräte zusammen; der Hub zeigt eines. Bei gemischter Ausstattung kann der Block deshalb „—” sagen, während das einzelne Gerät eine saubere Zahl hat. Unter dem Block steht, aus welchen Geräten er entsteht.
„Heizwärme ist doch der Stromverbrauch fürs Heizen.”
Nein. Heizwärme ist die abgegebene thermische Wärme. Der Strom fürs Heizen heißt Strom Heizen. Trägst du Strom in ein Wärmefeld ein, kommt eine Arbeitszahl um 1 heraus.
„Die Summe der Tage passt nicht zum Monat.”
Bei der CO₂-Einsparung ist das so vorgesehen: Der Tageswert trägt nur den PV-Anteil, weil es Wärmepumpen-Wärme und E-Auto-Kilometer nur monatlich gibt. Die Spalte heißt deshalb ausdrücklich „CO₂-Einsparung (PV)”.
„Der Balken summiert sich nicht auf den Wert der Kachel darüber.”
Richtig — und seit v4.0.29 steht darunter, warum: „Aufgeteilte Menge: 30 von 284 kWh”. Die Aufteilung entsteht nur für Geräte und Zeiträume, in denen eedc die Betriebsart mitlesen konnte; die Kachel zählt alle Geräte.
„‚Nicht aufgeteilt’ ist fast alles — die Aufteilung ist kaputt.”
Meistens nicht. Nicht aufgeteilt ist Standby, alles, was weder Heizen noch Kühlen war, und die Zeit, in der eedc keinen Modus mitlesen konnte. Bei einem Gerät, das überwiegend aus war, ist ein hoher Anteil die Wahrheit. Die Zeile Modus erfasst sagt dir, wie lange mitgelesen wurde.
„Meine Arbeitszahl ist plötzlich niedriger geworden.”
Wenn du getrennte Zähler samt Kühlmessung führst: Ja, und das war eine Korrektur. Bis v4.0.28 fehlte der Kühlstrom im Verbrauch der Wärmepumpe und wurde zugleich ein zweites Mal aus dem Nenner gezogen — die Arbeitszahl fiel rund 12 % zu gut aus. Der Verbrauch steigt jetzt um den Kühlanteil, die Zahl sinkt auf ihren richtigen Wert.
„Meine Arbeitszahl ist plötzlich höher geworden.”
Wenn du Lüften oder Entfeuchten getrennt misst: Ja. Ihr Strom fällt seit v4.0.29 aus dem Nenner, weil sie keine messbare Nutzenergie erzeugen. Deine Mengen ändern sich dadurch nicht.
„eedc sagt, ich soll einen Sensor zuordnen, den ich habe.”
Das war ein Fehler und ist behoben. Bis v4.0.28 hing an jedem „—” derselbe fest eingebaute Satz. Seit v4.0.29 nennt eedc den zutreffenden Grund — siehe §4. Begegnet dir trotzdem ein Hinweis, den keine Eingabe abstellt: melden.
„Ich vergleiche meine JAZ mit der aus dem Datenblatt.”
Das sind verschiedene Größen. Datenblatt-Werte (SCOP, COP, SEER) entstehen auf einem Prüfstand unter genormten Bedingungen. eedc misst deine Anlage in deinem Haus, mit deinen Vorlauftemperaturen, deinem Warmwasserbedarf und deinem Wetter. Eine niedrigere Zahl ist kein Defekt — sie ist die Realität, für die du dich interessierst.
Rückmeldungen willkommen. Diese Fläche ist stark von Tester-Rückmeldungen geprägt — mehrere Abschnitte hier existieren, weil jemand gefragt hat, warum eine Anzeige aussieht, wie sie aussieht. Wenn dir etwas begegnet, das du nicht erklären kannst: melden, das ist wertvoll.