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Modul: Wärme & Klima

Version 4.0 | Stand: 2026-08-27

Dieses Handbuch ist Teil der eedc-Dokumentation. Siehe auch: Bedienung | Einstellungen & Datenquellen | Daten-Checker | Berechnungen & Kennzahlen | Sensor-Referenz | Glossar


  1. Was diese Fläche umfasst
  2. Voraussetzungen — welcher Zähler für welche Anzeige
  3. Was eedc bewusst nicht sagt
  4. Wann eine Kennzahl verschwindet — und warum das richtig ist
  5. Sensoren zuordnen, Schritt für Schritt
  6. Sechs Anlagen, sechs Ergebnisse
  7. Häufige Missverständnisse

In eedc heißt der Bereich „Wärme/Klima”. Er umfasst jedes Gerät, das Strom in Wärme oder Kälte verwandelt — unabhängig davon, wie es heißt:

  • Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Grundwasser-Wärmepumpen
  • Split-Klimaanlagen (Luft-Luft), auch als Multisplit mit mehreren Innengeräten
  • Brauchwasser-Wärmepumpen, die ausschließlich Warmwasser machen
  • Heizstäbe, Zusatz- und Notheizungen — als Teil der Anlage, nicht als eigenes Gerät

Alle diese Geräte legst du als Investition vom Typ Wärmepumpe an. Die Wärmepumpenart (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Grundwasser, Luft-Luft, Brauchwasser) ist eine Angabe am Gerät, kein eigener Investitionstyp. Sie steuert vor allem, welche Felder eedc dir anbietet und welche es erwartet — nicht, was du erfassen darfst.

Der Grundsatz: der Zähler entscheidet, nicht die Bauart

Abschnitt betitelt „Der Grundsatz: der Zähler entscheidet, nicht die Bauart“

Bis v4.0.28 hing die Frage, welche Größen ein Gerät haben kann, an seiner Bauart. Eine Kühl-Achse gab es nur an Luft-Luft-Geräten; wer an einer Luft-Wasser-Wärmepumpe einen getrennten Kühlzähler hatte, konnte ihn nirgends eintragen.

Seit v4.0.29 gilt umgekehrt: Was du messen kannst, kannst du auch zuordnen. Die Bauart schlägt nur noch vor, welche Felder oben stehen. Alles andere liegt unter dem zugeklappten Abschnitt „Weitere Größen erfassen” und rückt nach oben, sobald du dort einen Sensor einträgst.

Das hat einen Preis, den du kennen solltest: eedc kann nicht wissen, ob dein Gerät etwas nicht tut oder ob du es nur nicht misst. Genau deshalb steht in §4 bei jeder fehlenden Kennzahl ein Grund statt einer geschätzten Zahl.

OrtWas dort steht
Cockpit → LiveMomentanleistung gesamt und je Funktion, Betriebsmodus, Warmwasser-Temperatur
Cockpit → TagBlock Wärme/Klima: Arbeitszahl, Wärme, Strom, Ersparnis, Kompressor-Starts, Betriebsart-Aufteilung — alles tagesgenau
Cockpit → Monatderselbe Block auf Monatsbasis, dazu die Arbeitszahlen je Funktion
Cockpit → JahrJahressummen, Block CO₂-Bilanz
Komponenten → Wärmepumpeje Gerät einzeln: Status, Verlauf, Monats-/Saisonvergleich, Kostenvergleich gegen Gas/Öl
Auswertungen → CO₂Einsparung inkl. Wärmepumpen-Anteil
Einstellungen → Datenquellendie Zuordnung der Zähler (§5)

Der Block Wärme/Klima im Cockpit fasst alle Geräte zusammen, der Komponenten-Hub zeigt sie einzeln. Das ist kein Widerspruch, sondern der wichtigste Unterschied auf dieser Fläche — siehe §7.


2. Voraussetzungen — welcher Zähler für welche Anzeige

Abschnitt betitelt „2. Voraussetzungen — welcher Zähler für welche Anzeige“

Diese Tabelle ist der Kern dieses Handbuchs. Sie beantwortet die Frage, die fast alle Rückfragen auslöst: „Warum steht da ein Strich?”

Was du sehen willstWas du dafür brauchstOhne das …
Stromverbrauch der AnlageStromverbrauch (kWh) — oder Strom Heizen + Strom Warmwasser bei getrennter Messungkeine Auswertung, das Gerät fehlt in der Verbrauchsseite
Wärme erzeugtWärmemengenzähler: Heizwärme (kWh) und/oder Warmwasser (kWh)eedc rechnet sie aus Strom × gepflegter Arbeitszahl — und kennzeichnet sie als abgeleitet
Arbeitszahl (JAZ)beides: Strom und gemessene Wärme„—” mit Grund
Arbeitszahl Heizen / Warmwasser getrenntgetrennte Strommessung und getrennte Wärmemengen„—” mit Grund „Strom nicht getrennt je Funktion gemessen”
Arbeitszahl KühlenStrom Kühlbetrieb und Nutzenergie Kühlbetrieb (Kältemengenzähler)„—” mit Grund „kein Kältemengenzähler zugeordnet”
Aufteilung Heizen/Kühlen/Lüften/Entfeuchtenentweder gemessene Betriebsart-Zähler oder ein Betriebsmodus-Sensor, den eedc laufend mitliestder Block fehlt ganz — und zwar bewusst, statt vier Nullen zu zeigen
Ersparnis vs. Gas/Ölgemessene oder abgeleitete Wärme und ein Alt-Preis am Gerät„—“
CO₂-EinsparungStromverbrauch und Wärmeder Wärmepumpen-Anteil fehlt in der Bilanz
Kompressor-Starts / Betriebsstundenein Total-Increasing-Zähler dafürdie Kacheln erscheinen gar nicht
Tageswerte statt nur Monatswertedieselben Zähler — aber fortlaufend mitgeschrieben„—” mit Grund, siehe Kasten

⚠ Monat da, Tag leer — das ist der häufigste Fall und kein Fehler

Abschnitt betitelt „⚠ Monat da, Tag leer — das ist der häufigste Fall und kein Fehler“

Monats- und Tageswerte kommen aus zwei verschiedenen Quellen:

  • Der Monatswert kann aus der Langzeitstatistik von Home Assistant kommen. Die reicht Monate zurück — auch für einen Sensor, den du gerade erst zugeordnet hast.
  • Der Tageswert entsteht aus Zählerständen, die eedc selbst mitschreibt, jeweils zum Tagesanfang und Tagesende. Die gibt es erst ab dem Zeitpunkt der Zuordnung.

Deshalb kann Cockpit → Monat eine Wärmemenge zeigen, während Cockpit → Tag für dieselbe Anlage noch „—” sagt. eedc schreibt das seit v4.0.29 hin: „Zähler zugeordnet, aber für diesen Tag liegen keine Zählerstände vor.”

Was du tun kannst: Frühere Tage lassen sich über die Reparatur-Werkbank nachrechnen (Einstellungen → Daten → Tag neu berechnen). Oder du wartest — ab morgen entstehen die Werte von selbst.

eedc erwartet fortlaufend steigende Zählerstände („total increasing”). Ein Sensor, der jede Nacht auf 0 zurückspringt (utility_meter mit Tages-Zyklus), funktioniert über Home Assistant trotzdem: Dort liest eedc die reset-bereinigte Summe, nicht den Rohwert.

Auf dem MQTT-/Standalone-Pfad gilt das nicht — dort kommt der rohe veröffentlichte Wert an. Springt er zurück, erkennt eedc das und sagt für diesen Tag nichts, statt eine falsche Zahl zu bilden: „Der Zähler ist an diesem Tag zurückgesprungen.”


Dieser Abschnitt ist so wichtig wie die Tabelle darüber. Mehrere Dinge fehlen mit Absicht — sie zu ergänzen wäre eine Verschlechterung, keine Verbesserung.

Kein „SEER”. Für den Kühlbetrieb bildet eedc die Arbeitszahl Kühlen = Kältemenge ÷ Kühlstrom. Sie heißt nicht SEER, obwohl es naheläge: SEER ist eine genormte Größe, die auf einem Prüfstand unter festgelegten Bedingungen ermittelt wird. Was eedc bilden kann, ist das Verhältnis deiner beiden Zähler über einen Zeitraum. Sie „SEER” zu nennen würde eine Vergleichbarkeit mit dem Datenblatt behaupten, die sie nicht hat.

Keine geschätzte Kältemenge. Ohne Kältemengenzähler gibt es keine Arbeitszahl Kühlen. Man könnte sie aus einem angenommenen Wirkungsgrad rechnen — dann käme genau der Faktor zurück, mit dem gerechnet wurde. Das wäre keine Messung, sondern eine Rückgabe der eigenen Annahme.

Keine Bewertung von Lüften und Entfeuchten. Beide Betriebsarten erscheinen in der Aufteilung, wenn du dafür Zähler hast. Eine Kennzahl bekommen sie nicht: Sie erzeugen keine Nutzenergie, die sich messen ließe. Ihr Strom fällt deshalb auch aus dem Nenner der Arbeitszahl — sonst drückte er eine Zahl, mit der er nichts zu tun hat.

Keine Note für deine Anlage. eedc rechnet mit deinen Zahlen, es bewertet dich nicht. Eine Arbeitszahl von 1,8 ist kein Mangel, sondern die Beschreibung einer Anlage, die viel direkt elektrisch heizt. Steht sie unter 2, schreibt eedc genau das daneben:

„Eine Arbeitszahl nahe 1 entsteht, wenn ein großer Teil der Wärme direkt elektrisch erzeugt wurde (Heizstab, Zusatz- oder Notheizung). Die Zahl beschreibt die Anlage in diesem Zeitraum, sie ist kein Fehler.”

Keine 0, wo „unbekannt” gemeint ist. Eine 0 heißt „gemessen und es war null”. Wo eedc etwas nicht weiß, steht „—” mit dem Grund daneben — nie eine Null, die wie eine Messung aussieht.

Kein Vergleich von passiv gegen aktiv gekühlt. Passive Kühlung läuft nur über Umwälzpumpen und erreicht ein Vielfaches der Effizienz einer aktiv gekühlten Anlage. Beide Zahlen sind für sich richtig; sie gegeneinander zu stellen wäre die Falschaussage. Deshalb gibt es am Gerät das Feld „Kühlung: aktiv oder passiv” — es ändert keine deiner Zahlen, es hält dich nur aus dem falschen Vergleich heraus.


4. Wann eine Kennzahl verschwindet — und warum das richtig ist

Abschnitt betitelt „4. Wann eine Kennzahl verschwindet — und warum das richtig ist“

Eine Arbeitszahl ist Wärme ÷ Strom. Sie ist nur dann eine Aussage, wenn Zähler und Nenner dasselbe meinen — dieselbe Anlage, dieselbe Funktion, denselben Zeitraum. Wo das nicht gesichert ist, lässt eedc die Zahl weg und schreibt den Grund hin.

Das ist die unangenehmste Eigenschaft dieser Fläche und zugleich ihre wichtigste. Eine plausible falsche Zahl ist schlimmer als ein ehrlicher Strich — sie landet im Jahresbericht, im Community-Vergleich und in deiner Entscheidung über die nächste Investition.

Grund in der AppWas dahinterstecktWas du tun kannst
kein Stromverbrauch erfasstFür den Zeitraum liegt kein Strom vor.Zähler zuordnen oder Monatswert pflegen
kein Wärmemengenzähler zugeordnetEs gibt keine gemessene Wärme.Zähler zuordnen — oder die gepflegte Arbeitszahl nutzen (dann ist die Wärme abgeleitet)
Wärme ist gerechnet, nicht gemessenDie Wärme kam aus Strom × Arbeitszahl. Sie durch denselben Strom zu teilen gäbe genau die Arbeitszahl zurück, mit der gerechnet wurde.nichts — die Zahl wäre zirkulär
nur Kühlbetrieb in diesem ZeitraumDer Zähler lief, aber nicht fürs Heizen. „Kein Stromverbrauch” wäre hier die falsche Auskunft.nichts, das ist die Wahrheit über einen Sommermonat
Wärmepumpe und Klimaanlage in einer ZahlDer Block fasst eine klassische Wärmepumpe und eine Split-Klimaanlage zusammen. Beide heizen, aber sie sind nicht vergleichbar: andere Nutzenergie, anderer Maßstab. Eine gemeinsame Arbeitszahl wäre ein Quotient aus zwei Welten.jedes Gerät einzeln im Komponenten-Hub ansehen — dort hat jedes seine eigene Zahl
nicht alle Geräte melden WärmeDer Block fasst mehrere Geräte zusammen; im Nenner steht der Strom von allen, im Zähler die Wärme von einem.einzelnes Gerät im Komponenten-Hub ansehen
Heizstab-Strom auf dem WP-ZählerDeine eigene Angabe im Feld Fremdanteil auf den Zählern. Der Stromwert ist zu groß.Angabe korrigieren, wenn sie nicht mehr stimmt
zweiter Erzeuger am WärmezählerDieselbe Angabe, andere Richtung: Ein zweiter Erzeuger speist denselben Heizkreis — ein Gas- oder Ölkessel, oder ein elektrischer Heizstab, dessen Strom getrennt gezählt wird. Der Wärmewert ist zu groß.dito
Zähler messen verschiedene ZeiträumeStrom und Wärme stammen aus verschieden langen Messzeiträumen.Lücken im Monatsabschluss schließen
Strom nicht getrennt je Funktion gemessenBetrifft nur die Arbeitszahlen Heizen und Warmwasser.getrennte Strommessung einschalten und zuordnen
kein Kältemengenzähler zugeordnetBetrifft nur die Arbeitszahl Kühlen.Kältemengenzähler zuordnen — oder es bleibt so

Sie beantworten die Frage „Warum ist der Tag leer, obwohl der Monat gefüllt ist?” (siehe §2):

  • Kein Zähler zugeordnet — mit dem Weg dorthin.
  • Zähler zugeordnet, aber für diesen Tag liegen keine Zählerstände vor. Tageswerte entstehen ab der Zuordnung; frühere Tage lassen sich in der Reparatur-Werkbank nachrechnen. Der Regelfall kurz nach einer Zuordnung.
  • Der Zähler ist an diesem Tag zurückgesprungen — für diesen Tag gibt es deshalb keine Aussage.

Bis v4.0.28 stand an dieser Stelle unterschiedslos „Sensor zuordnen” — auch bei jemandem, der zugeordnet hatte. Ein Tester hat daraufhin zu Recht gefragt, was die Anzeige ihm eigentlich sagen will. Eine falsche Ursache ist schlimmer als keine: Ohne Hinweis sucht man selbst, mit einem falschen sucht man an der falschen Stelle.

Der Fremdanteil — die einzige Angabe, die eedc nicht messen kann

Abschnitt betitelt „Der Fremdanteil — die einzige Angabe, die eedc nicht messen kann“

Zwei Lagen machen jede Arbeitszahl unbrauchbar, ohne dass man es den Zahlen ansieht:

  1. Der Heizstab hängt am Stromzähler der Wärmepumpe, seine Wärme läuft aber nicht über den Wärmemengenzähler. ⇒ Der Stromwert ist zu groß, die Arbeitszahl zu klein.
  2. Ein zweiter Erzeuger speist denselben Heizkreis, den der Wärmemengenzähler misst; der Stromzähler erfasst nur die Wärmepumpe. ⇒ Der Wärmewert ist zu groß, die Arbeitszahl zu gut. Das ist der Gas- oder Ölkessel im bivalenten Betrieb — und ebenso ein elektrischer Heizstab, dessen Wärme durch denselben Wärmemengenzähler läuft, während sein Strom getrennt gezählt wird. Bei vielen Geräten (Daikin, Nibe) ist genau das die Werkseinstellung.

Der Heizstab steht in beiden Lagen, und das ist kein Fehler. Nicht das Gerät entscheidet, welcher Fall bei dir vorliegt, sondern wo deine Zähler sitzen. Zwei Fragen genügen:

  1. Zählt der Stromzähler der Wärmepumpe den Heizstab mit? → Ja: Lage 1.
  2. Läuft die Wärme des Heizstabs durch denselben Wärmemengenzähler? → Ja, aber sein Strom wird getrennt gezählt: Lage 2.

Trennst du den Heizstab auf der Stromseite ab — etwa, indem du ihn als eigenen Verbraucher unter Sonstiges führst —, seine Wärme aber weiter im gemeinsamen Zähler steht, dann bist du in Lage 2. Die Arbeitszahl wird dadurch nicht sauber, sondern zu gut: Im Zähler steht Wärme, die dein Kompressor nie erzeugt hat.

Beide trägst du am Gerät unter „Fremdanteil auf den Zählern” ein. Sie ändern keine einzige deiner Mengen — Strom, Wärme, Kosten und CO₂ bleiben, wie sie sind. eedc lässt nur die Arbeitszahl weg und schreibt den Grund daneben.

Warum es ein Feld ist und nicht zwei Kennzeichen: Es ist eine Regel — Zähler und Nenner müssen dasselbe meinen. Ein Kennzeichen je Beispiel hätte eine Fallsammlung daraus gemacht, und der bivalente Fall (Nr. 2) blieb genau deshalb jahrelang unsichtbar.


Alles läuft über Einstellungen → Datenquellen. Dort steht je Gerät eine Liste von Feldern; neben jedem Feld wählst du die Quelle: HA-Sensor, MQTT, Connector oder Keine.

Schritt 1 — Gerät anlegen und die Bauart wählen

Abschnitt betitelt „Schritt 1 — Gerät anlegen und die Bauart wählen“

Einstellungen → Investitionen → Neu → Wärmepumpe. Die Wärmepumpenart bestimmt, welche Felder oben stehen:

ArtFelder obenNicht angeboten (aber erreichbar)
Luft-Wasser / Sole-Wasser / GrundwasserStromverbrauch, Heizwärme, WarmwasserBetriebsart-Zähler (Kühlen, Lüften, Entfeuchten)
Luft-Luft (Klimaanlage)Stromverbrauch, Betriebsart-ZählerWarmwasser — den Kreis gibt es dort nicht
Brauchwasser (nur Warmwasser)Stromverbrauch, WarmwasserHeizwärme, Strom Heizen

„Nicht angeboten” heißt nicht „gesperrt”. Alles Übrige liegt unter „Weitere Größen erfassen” und rückt nach oben, sobald du dort einen Sensor einträgst. Die einzige echte Ausnahme ist Warmwasser an einer Luft-Luft-Klimaanlage: Ein gefüllter Wert erzeugt dort eine Ersparnis, die es nicht gibt.

Schritt 2 — Entscheiden: ein Zähler oder getrennte?

Abschnitt betitelt „Schritt 2 — Entscheiden: ein Zähler oder getrennte?“

Am Gerät gibt es den Schalter „Getrennte Strommessung”.

  • Aus (Standard): Du ordnest einen Zähler zu — Stromverbrauch.
  • Ein: Du ordnest zwei zu — Strom Heizen und Strom Warmwasser. Der Gesamtverbrauch ist dann die Summe; ein zusätzlicher Gesamtzähler wird nicht mehr erwartet.

Der Schalter ist eine Zusage, kein Wunsch. Steht er auf ein und du ordnest die beiden Zähler nicht zu, hat das Gerät keinen Stromverbrauch — nicht nur keine getrennte Aufteilung. Genau daran ist ein Tester hängen geblieben: Er hatte einen Gesamtzähler, den Schalter aber eingeschaltet; der Block Wärme/Klima fehlte daraufhin in der Tagesansicht komplett. Ausschalten hat es gelöst.

Schritt 3 — Die Wärme zuordnen (oder bewusst darauf verzichten)

Abschnitt betitelt „Schritt 3 — Die Wärme zuordnen (oder bewusst darauf verzichten)“

Heizwärme und Warmwasser sind thermische Größen in kWh — die abgegebene Wärme, nicht der Strom. Das ist die häufigste Verwechslung überhaupt.

Ohne Wärmemengenzähler rechnet eedc die Heizwärme aus Strom × gepflegter Arbeitszahl und kennzeichnet sie als abgeleitet. Die Mengen sind dann eine Modellrechnung, die Arbeitszahl fällt weg (sie wäre zirkulär). Das ist ein legitimer Betriebszustand, kein Mangel.

Schritt 4 — Betriebsart erfassen (optional, aber lohnend)

Abschnitt betitelt „Schritt 4 — Betriebsart erfassen (optional, aber lohnend)“

Es gibt zwei Wege, und gemessen schlägt abgeleitet:

Weg A — Betriebsart-Zähler (genauer). Du ordnest Strom Heizbetrieb, Strom Kühlbetrieb, Strom Lüftbetrieb, Strom Entfeuchtungsbetrieb zu, soweit vorhanden. eedc rechnet nichts, es liest ab.

Für Warmwasser gibt es hier bewusst kein Feld. Wer seinen Warmwasser-Strom getrennt misst, trägt ihn unter Strom Warmwasser ein (Schritt 2) und bekommt daraus seine Arbeitszahl · Warmwasser. Ein zweites Feld für dieselbe Zahl wäre nur eine Gelegenheit, beide versehentlich zu addieren.

Weg B — Betriebsmodus-Sensor (bequemer). Du ordnest einen Sensor zu, der sagt, was das Gerät gerade tut. eedc schreibt ihn stündlich mit und teilt den Verbrauch danach auf.

Am besten die climate-Entität deines Geräts — die meldet den Modus von sich aus richtig.

Ein gewöhnlicher sensor. geht genauso, er muss aber einen dieser Texte liefern:

Home-Assistant-Schreibweisedeutscheedc versteht es als
heatheizenHeizen
dhw · hot_water · water_heatingwarmwasser · brauchwasser · trinkwasserWarmwasser
coolkuehlen · kühlenKühlen
dryentfeuchtenEntfeuchten
fan_onlylueften · lüftenLüften
offausAus
auto · heat_coolautomatikunbestimmt — das Gerät lief, die Seite ist nicht zuordenbar

Groß-/Kleinschreibung ist egal.

Warmwasser kennt Home Assistant nicht als Betriebsmodus — es führt die Trinkwassererwärmung in einer eigenen Gerätegruppe. Eine climate-Entität allein sagt dir also meist nur heizen/kühlen. Wenn deine Wärmepumpe Warmwasser macht, ist der Template-Sensor unten der Weg dorthin.

Eine Zahl reicht nicht. Manche Integrationen liefern den Modus als Rohwert — Viessmann zum Beispiel als sensor.…_hk1_mode_raw mit dem Wert 1. Was 1 bedeutet, weiß nur dein Gerät; eedc rät es nicht und zeigt deshalb „Unbestimmt”. Dasselbe gilt für jeden anderen Text, den die Tabelle nicht kennt.

Der Ausweg ist ein Template-Sensor in Home Assistant, der aus dem, was du hast, einen der Texte oben macht. Hast du Leistungssensoren je Funktion, brauchst du die Codierung deines Geräts gar nicht:

template:
- sensor:
- name: "Wärmepumpe Betriebsmodus (eedc)"
state: >
{% set kuehl = states('sensor.DEIN_KUEHL_LEISTUNG')|float(0) %}
{% set heiz = states('sensor.DEIN_HEIZ_LEISTUNG')|float(0) %}
{% set ww = states('sensor.DEIN_WARMWASSER_LEISTUNG')|float(0) %}
{% if kuehl > 20 %}kuehlen
{% elif ww > 20 %}warmwasser
{% elif heiz > 20 %}heizen
{% else %}aus{% endif %}

Die 20 stehen für 20 Watt — prüf zuerst die Einheit deiner Sensoren. Die Schwelle soll nur das Standby-Rauschen abfangen. Meldet deine Wärmepumpe ihre Leistung in kW (also 0,8 statt 800), wird sie nie über 20 kommen: der Sensor steht dann dauerhaft auf „aus”, obwohl das Gerät läuft — und es sieht so aus, als hätte alles funktioniert. Bei kW-Sensoren nimm einen Wert wie 0.02, bei W-Sensoren einen, der zum Standby-Verbrauch deines Geräts passt.

So prüfst du es: In Home Assistant unter Entwicklerwerkzeuge → Zustände den Sensor suchen — dort steht der aktuelle Wert. Läuft die Wärmepumpe gerade, ist eine dreistellige Zahl Watt und eine Zahl mit Komma kW.

Die Reihenfolge im Template ist nicht beliebig. Läuft die Wärmepumpe für Warmwasser, kann dabei auch der Heiz-Leistungssensor Werte zeigen; deshalb wird Warmwasser vor Heizen geprüft. Wer es umdreht, bucht seine Warmwasserstunden aufs Heizen.

Was du davon siehst: Strom-Aufteilung nach Betriebsart unter deiner Wärmepumpe bekommt eine eigene Zeile Warmwasser — in Cockpit → Tag, Monat und Jahr, im Komponenten-Hub und als Sensor Strom Warmwasserbetrieb in Home Assistant.

Das ist etwas anderes als das Feld Strom Warmwasser, auch wenn beide dieselbe Energie meinen können. Strom Warmwasser ist ein eigener Zähler und ein Summand: Heizen + Warmwasser ergeben zusammen deinen Gesamtverbrauch. Die Zeile im Balken ist eine Teilmenge des Gesamtverbrauchs, aus mitgeschriebenen Stunden. Addiere sie nie.

Weg B wirkt nur ab jetzt. Die Aufteilung entsteht aus mitgeschriebenen Stunden — rückwirkend gibt es sie nicht. Deshalb steht unter dem Balken, wie viele Stunden eedc tatsächlich mitgelesen hat.

Mehrere Innengeräte — eedc braucht eine Aussage über die Anlage

Abschnitt betitelt „Mehrere Innengeräte — eedc braucht eine Aussage über die Anlage“

Dein Stromzähler ist einer (meist eine Messsteckdose am Außengerät). Für die Aufteilung braucht eedc deshalb genau eine Aussage darüber, was die Anlage gerade tut — nicht drei Aussagen über drei Innengeräte.

Der einfache Weg, und für die meisten der richtige: Ordne bei allen Innengeräten dieselbe climate-Entität zu. Bei einer Anlage mit einem Kältekreis gibt ohnehin das Außengerät die Richtung vor — das zuerst eingeschaltete Innengerät bestimmt sie, die anderen können dann nur dasselbe. Mehrere Zuordnungen auf dieselbe Entität zählt eedc als eine Quelle; deine Aufteilung funktioniert wie gewohnt.

Zeigen die Zuordnungen auf verschiedene Entitäten, teilt eedc nicht auf und sagt es im Daten-Checker. Der Grund ist nicht Bequemlichkeit: Aus mehreren Innengeräte-Zuständen einen Anlagen-Zustand zu bilden, hängt an deiner Anlage — ob ein Innengerät lüften kann, während ein anderes heizt; ob dein Außengerät beim Enteisen etwas meldet; ob „Entfeuchten” bei dir kühlseitig läuft. Das weißt du, eedc weiß es nicht — und eedc rät nicht.

Der zweite Weg: du schreibst die Regel selbst. Ein Template-Sensor fasst deine Innengeräte zu einer Anlagen-Aussage zusammen; dessen Ergebnis ordnest du dann als Betriebsmodus zu:

template:
- sensor:
- name: "Klimaanlage Betriebsmodus Anlage (eedc)"
state: >
{% set g = [states('climate.INNEN_1'),
states('climate.INNEN_2'),
states('climate.INNEN_3')] %}
{% if 'heat' in g %}heizen
{% elif 'cool' in g %}kuehlen
{% elif 'dry' in g %}entfeuchten
{% elif 'fan_only' in g %}lueften
{% elif g | reject('eq','off') | list | count == 0 %}aus
{% else %}automatik{% endif %}

Die Reihenfolge ist auch hier nicht beliebig, und sie ist deine Entscheidung. Sie sagt: ein Innengerät, das eine Richtung nennt, gewinnt gegen eines, das nur lüftet oder aus ist — denn den Löwenanteil verbraucht der Verdichter, und der arbeitet für die Richtung. Passt das nicht zu deiner Anlage, dreh sie um.

aus erst, wenn wirklich alle aus sind — und auch dann mit Vorsicht. „Alle Innengeräte aus” heißt nicht „die Anlage ist aus”: Das Außengerät kann enteisen oder nachlaufen und dabei kräftig Strom ziehen. Wenn du dafür eine eigene Quelle hast, nimm sie; wenn nicht, ist automatik (⇒ unbestimmt) die ehrlichere Antwort als aus.

Wenn deine Anlage taktet: „Leerlauf” behält deinen Modus

Abschnitt betitelt „Wenn deine Anlage taktet: „Leerlauf” behält deinen Modus“

Meldet deine Integration zusätzlich den Ist-Betrieb (Aktuelle Aktion in Home Assistant), liest eedc ihn mit — er sagt genauer als der eingestellte Modus, was gerade läuft. Nennt er eine Richtung (Heizen, Kühlen, Entfeuchten, Lüften), gilt sie.

Steht dort Leerlauf, weil die Solltemperatur erreicht ist, bleibt dein eingestellter Modus stehen. Eine Anlage, die auf Kühlen steht und gerade pausiert, kühlt weiterhin — Home Assistant schreibt es genauso auf die Kachel: „Leerlauf (Kühlbetrieb)”. Die Stunde zählt deshalb zum Kühlen.

Bis v4.0.30 war das anders, und das war ein Fehler: Leerlauf verwarf den Modus, die Stunde fiel unter nicht aufgeteilt. Bei einem gut ausgelegten Inverter-Gerät ist das der größte Teil der Zeit — die Aufteilung war damit praktisch wirkungslos. Gemeldet von einem Anwender mit einer taktenden Multisplit-Anlage.

Was weiterhin nicht aufgeteilt bleibt: Leerlauf, während keine Richtung eingestellt ist — also bei Automatik (heat_cool) oder wenn dein Gerät gar keinen Modus meldet. Dann gibt es nichts, worauf eedc zurückfallen könnte, und geraten wird nicht.

Hast du Zähler je Betriebsart (Schritt 4, Weg A), brauchst du den Betriebsmodus für die Aufteilung nicht — er wird dann gar nicht dafür herangezogen. Der Modus ist der Weg für alle, die nur einen Zähler haben. Beides zuzuordnen schadet nicht (der Modus trägt weiter Icon und Klartext in der Live-Sicht), bringt für die Aufteilung aber nichts dazu.

Und das gilt schon ab dem ersten Zähler. Ordnest du auch nur einen Betriebsart-Zähler zu, gilt für dieses Gerät nur noch der gemessene Weg — die übrigen Betriebsarten erscheinen dann unter nicht aufgeteilt, statt aus dem Modus abgeleitet zu werden. Ordne deshalb entweder alle zu, die du hast, oder verlass dich auf den Modus.

eedc setzt voraus, dass der Zähler dieses Geräts den ganzen Verbrauch erfasst — Außengerät und Innengeräte. Alle Werte, die du je Innengerät pflegst, versteht eedc als Aufschlüsselung dieses Gesamtwerts, nie als etwas, das dazukommt.

Werden deine Innengeräte über eigene Steckdosen versorgt und dort gemessen, passt das nicht — dann fehlt ihr Verbrauch in deiner Bilanz, nicht nur in der Aufteilung. eedc kann das heute nicht abbilden. Melde dich, wenn deine Anlage so gebaut ist; die Frage ist beschrieben und wartet auf einen echten Fall.

Übersteigen deine Betriebsart-Zähler den Anlagenzähler, sagt eedc es und weist keine Aufteilung aus. Zwei Ursachen sind möglich und von außen nicht unterscheidbar: der Anlagenzähler erfasst nicht alles (siehe oben) — oder die Zähler sind herstellerseitig gerechnete Anteile statt Messungen. Falsche Eingangswerte erzeugen falsche Ergebnisse; eedc korrigiert sie nicht, es nennt sie.

Beide Wege ganz oder gar nicht je Gerät. Wer Betriebsart-Zähler hat, für den gelten sie; der abgeleitete Weg wird dort nicht zusätzlich angewendet. Eine Aufteilung, deren eine Hälfte aus einem Zähler und deren andere aus einer Rechnung stammt, trüge ein halbwahres Etikett.

Schritt 5 — Die Kältemenge (nur mit Kältemengenzähler)

Abschnitt betitelt „Schritt 5 — Die Kältemenge (nur mit Kältemengenzähler)“

Nutzenergie Kühlbetrieb ist die abgeführte Wärme in kWh. Nur damit entsteht die Arbeitszahl Kühlen. Hast du keinen solchen Zähler — der Normalfall —, steht dort der Grund statt einer Zahl.

Leistung gesamt, Leistung Heizen, Leistung Warmwasser, Leistung Kühlen (alle in W), Warmwasser-Temperatur, Betriebsmodus, Soll- und Raumtemperatur.

Watt ist keine Kilowattstunde. Ein Leistungssensor gehört nie in ein kWh-Feld. Die Stundenwerte eines Leistungssensors ergeben zwar eine plausible Zahl — sie speist aber nicht die Zählerpfade, aus denen der Block Wärme/Klima entsteht. Liefert dein Gerät nur Leistung, baue in Home Assistant unter Helfer → Integral-Sensor (Riemannsche Summe) einen kWh-Zähler daraus.

Einstellungen → Daten. Er nennt fehlende Zuordnungen, Monate ohne Werte und Widersprüche — und zu jedem Befund den Weg dorthin. Ein Befund, den du nicht auflösen kannst, ist ein Fehler im Checker und keine Aufgabe für dich. Melde ihn.


Diese sechs Bauformen sind nicht erfunden — fünf davon stammen aus Rückmeldungen von Testern, und alle sechs stehen als nachgestellte Anlagen im Prüflauf von eedc. Sie zeigen, was du bei welcher Ausstattung bekommst.

A — Wärmepumpe und Klimaanlage, nur die Wärmepumpe meldet Wärme

Abschnitt betitelt „A — Wärmepumpe und Klimaanlage, nur die Wärmepumpe meldet Wärme“

„Ist es nicht sinnvoller, die Luft-Wasser-Wärmepumpe von der Luft-Luft-Klimaanlage komplett zu trennen?”

WP: 3000 kWh Wärme auf 800 kWh Strom. Klimaanlage: 200 kWh Strom, keine Wärme.

SichtErgebnis
Cockpit (beide zusammen)Arbeitszahl „—”, Grund: Wärmepumpe und Klimaanlage in einer Zahl
Komponenten → Wärmepumpe3,75 (3000 ÷ 800) — sauber abgegrenzt

Die Mengen bleiben in beiden Sichten vollständig. Weg ist nur die Zahl, die 3000 ÷ 1000 gerechnet hätte — Wärme von einem Gerät, Strom von zweien.

B — Drei getrennte Zähler: Heizung, Warmwasser, Kühlen

Abschnitt betitelt „B — Drei getrennte Zähler: Heizung, Warmwasser, Kühlen“

„Ich habe getrennte Zähler für Heizung, Warmwassererwärmung … und seit dem Sommer auch für den Kühlbetrieb.”

Heizen 3000 kWh Wärme auf 750 kWh Strom · Warmwasser 600 auf 200 · Kühlen 100 kWh Strom ohne Kältemenge. Gesamtstrom 1050 kWh.

KennzahlWert
Arbeitszahl · Heizen4,00
Arbeitszahl · Warmwasser3,00
Arbeitszahl gesamt3,79 — 3600 ÷ (1050 − 100)
Arbeitszahl · Kühlen„—”, kein Kältemengenzähler zugeordnet

Der Kühlstrom steht in keinem der Nenner. Er gehört zu einer Nutzenergie, die hier nicht gemessen wird. Stünde er drin, sähe die Anlage im Sommer aus wie eine schlechte Heizung.

C — Eine Wärmepumpe, die kühlt, aber ohne getrennte Messung

Abschnitt betitelt „C — Eine Wärmepumpe, die kühlt, aber ohne getrennte Messung“

Kein Betriebsart-Zähler, kein Betriebsmodus-Sensor.

Es gibt keine Aufteilung — der Balken fehlt ganz, statt drei Nullen zu zeigen. Die Gesamt-Arbeitszahl bleibt unverfälscht: Weil eedc den Kühlanteil nicht kennt, erfindet es ihn auch nicht.

900 kWh Kälte auf 300 kWh Kühlstrom.

Arbeitszahl Kühlen: 3,00 — im Komponenten-Hub und im Cockpit, mit derselben Zahl an beiden Orten. Ohne den Zähler stünde dort der Grund.

E — Zwei Geräte, beide mit Betriebsmodus-Sensor

Abschnitt betitelt „E — Zwei Geräte, beide mit Betriebsmodus-Sensor“

Wärmepumpe mit getrennter Strommessung (800 + 400 kWh) und Wärmemengenzählern (2400 + 1000 kWh), dazu eine Klimaanlage mit 200 kWh und eigenem Modus-Sensor. Beide melden an 18 Stunden.

AnzeigeWert
Strom verbraucht1400 kWh (alle drei Zähler)
Modus erfasst18 Stunden — nicht 36
Aufgeteilte Mengewird genannt, sobald sie vom Gesamtstrom abweicht
Aggregiert ausWärmepumpe · Klimaanlage — die Namen stehen unter dem Block
Arbeitszahl„—”, Wärmepumpe und Klimaanlage in einer Zahl

Kilowattstunden darf man über Geräte addieren, Stunden nicht. Zwei Geräte, die dieselben 18 Stunden liefen, ergeben 18 Stunden Beobachtung. Bis v4.0.28 stand dort 36 — an einem Tag.

Der Block nennt seine Geräte — und seit v4.0.31 auch unter Cockpit → Tag. Solange dort niemand sagte, dass zwei Geräte in einer Summe stecken, war die Zahl nicht nachvollziehbar: Wer den Balken mit dem Zähler einer seiner Anlagen verglich, fand eine Differenz, für die es keine Erklärung gab. Monat und Jahr nannten die Namen längst, der Tag als einzige Sicht nicht.

Die Mengen bleiben zusammen, und das ist Absicht. Kilowattstunden über Geräte zu addieren ist richtig — was fehlte, war die Auskunft darüber. Wer die Geräte einzeln sehen will, öffnet Komponenten → Wärmepumpe; dort steht jedes für sich, mit eigener Arbeitszahl.

Ein Gerät, das ausschließlich Warmwasser macht.

Wähle die Wärmepumpenart Brauchwasser. eedc fragt dann nur noch nach Stromverbrauch und Warmwasser — die Heiz-Achse wird weder angeboten noch erwartet, und der Daten-Checker verlangt sie nicht.

Hast du doch einen Heizzähler (manche Geräte unterstützen einen kleinen Heizkreis): Trag ihn unter „Weitere Größen erfassen” ein. Die Bauart ist ein Vorschlag, kein Verbot.


„Der Block zeigt eine andere Arbeitszahl als der Komponenten-Hub.” Das ist so gewollt und der wichtigste Unterschied auf dieser Fläche. Der Block Wärme/Klima im Cockpit fasst alle Geräte zusammen; der Hub zeigt eines. Bei gemischter Ausstattung kann der Block deshalb „—” sagen, während das einzelne Gerät eine saubere Zahl hat. Unter dem Block steht, aus welchen Geräten er entsteht.

„Heizwärme ist doch der Stromverbrauch fürs Heizen.” Nein. Heizwärme ist die abgegebene thermische Wärme. Der Strom fürs Heizen heißt Strom Heizen. Trägst du Strom in ein Wärmefeld ein, kommt eine Arbeitszahl um 1 heraus.

„Die Summe der Tage passt nicht zum Monat.” Bei der CO₂-Einsparung ist das so vorgesehen: Der Tageswert trägt nur den PV-Anteil, weil es Wärmepumpen-Wärme und E-Auto-Kilometer nur monatlich gibt. Die Spalte heißt deshalb ausdrücklich „CO₂-Einsparung (PV)”.

„Der Balken summiert sich nicht auf den Wert der Kachel darüber.” Richtig — und seit v4.0.29 steht darunter, warum: „Aufgeteilte Menge: 30 von 284 kWh”. Die Aufteilung entsteht nur für Geräte und Zeiträume, in denen eedc die Betriebsart mitlesen konnte; die Kachel zählt alle Geräte.

„‚Nicht aufgeteilt’ ist fast alles — die Aufteilung ist kaputt.” Meistens nicht. Nicht aufgeteilt ist Standby, alles, was weder Heizen noch Kühlen war, und die Zeit, in der eedc keinen Modus mitlesen konnte. Bei einem Gerät, das überwiegend aus war, ist ein hoher Anteil die Wahrheit. Die Zeile Modus erfasst sagt dir, wie lange mitgelesen wurde.

„Meine Arbeitszahl ist plötzlich niedriger geworden.” Wenn du getrennte Zähler samt Kühlmessung führst: Ja, und das war eine Korrektur. Bis v4.0.28 fehlte der Kühlstrom im Verbrauch der Wärmepumpe und wurde zugleich ein zweites Mal aus dem Nenner gezogen — die Arbeitszahl fiel rund 12 % zu gut aus. Der Verbrauch steigt jetzt um den Kühlanteil, die Zahl sinkt auf ihren richtigen Wert.

„Meine Arbeitszahl ist plötzlich höher geworden.” Wenn du Lüften oder Entfeuchten getrennt misst: Ja. Ihr Strom fällt seit v4.0.29 aus dem Nenner, weil sie keine messbare Nutzenergie erzeugen. Deine Mengen ändern sich dadurch nicht.

„eedc sagt, ich soll einen Sensor zuordnen, den ich habe.” Das war ein Fehler und ist behoben. Bis v4.0.28 hing an jedem „—” derselbe fest eingebaute Satz. Seit v4.0.29 nennt eedc den zutreffenden Grund — siehe §4. Begegnet dir trotzdem ein Hinweis, den keine Eingabe abstellt: melden.

„Ich vergleiche meine JAZ mit der aus dem Datenblatt.” Das sind verschiedene Größen. Datenblatt-Werte (SCOP, COP, SEER) entstehen auf einem Prüfstand unter genormten Bedingungen. eedc misst deine Anlage in deinem Haus, mit deinen Vorlauftemperaturen, deinem Warmwasserbedarf und deinem Wetter. Eine niedrigere Zahl ist kein Defekt — sie ist die Realität, für die du dich interessierst.


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