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Installation & Einrichtung

eedc Handbuch — Teil I: Installation & Einrichtung

Abschnitt betitelt „eedc Handbuch — Teil I: Installation & Einrichtung“

Version 4.0 | Stand: 2026-07-25

Dieses Handbuch ist Teil der eedc-Dokumentation. Siehe auch: Teil II: Bedienung | Teil III: Einstellungen | Glossar


  1. Einführung
  2. Installation
  3. Ersteinrichtung (Setup-Wizard)
  4. Nach dem Setup — wie es weitergeht
  5. Tipps & Best Practices
  6. Fehlerbehebung

eedc (Energie Effizienz Data Center) ist eine lokale Software zur Analyse deiner Photovoltaik-Anlage. Sie hilft dir:

  • Energieflüsse zu verstehen – Wie viel erzeugst du? Wie viel verbrauchst du selbst?
  • Wirtschaftlichkeit zu analysieren – Wann amortisiert sich die Investition?
  • Optimierungspotenziale zu erkennen – Wie erreichst du mehr Eigenverbrauch?
  • Alle Komponenten im Blick zu behalten – PV-Anlage, Speicher, E-Auto, Wärmepumpe, Wallbox, Balkonkraftwerk
  1. Standalone-First: eedc funktioniert komplett ohne Home Assistant. Eine HA-Anbindung ist optional und erweitert die Datenerfassung.
  2. Lokale Datenspeicherung: Alle Daten bleiben auf deinem Server.
  3. Monatliche Basis mit Stunden-Tiefe: Kennzahlen werden pro Monat geführt; wo Zähler-Snapshots vorliegen, kommt zusätzlich die Stunden- und Tages-Auflösung dazu.
  4. Flexible Datenquellen: manuelle Eingabe, CSV-Import, Wetter-API sowie – optional – HA-Sensoren, MQTT-Topics und Geräte-Connectoren.
  • Standalone: Docker oder Python 3.11+ mit Node.js 20+
  • Home Assistant Add-on: Home Assistant OS oder Supervised
  • Browser: moderner Browser (Chrome, Firefox, Safari, Edge)

eedc ist als datendichte Analyse-App konzipiert und entfaltet seinen vollen Nutzen am Desktop. Live, Cockpit-Monat und die Komponenten-Sichten funktionieren auch am Smartphone gut; die datendichten Tabellen (Auswertungen → Tabelle, Cockpit → Aussicht) profitieren spürbar von einem größeren Bildschirm oder dem Querformat.

Bei stark erhöhtem Anzeigezoom (iOS „Größerer Text”, HA-Companion-Seitenzoom) können einzelne Layouts eng werden. Das ist eine bewusste Designentscheidung: Layout-Patches, die den datendichten Charakter aufweichen würden, werden nicht eingebaut. Wer eedc primär in der HA-Companion-App nutzt, sollte den Seitenzoom nahe der Standardgröße halten.

Diese Empfehlung formuliert eine technische App-Eigenschaft (datendicht, Desktop empfohlen) — keine Aussage zu Barrierefreiheit oder Accessibility.


Wie du eedc installierst, hängt von deiner Umgebung ab. Die eigentliche Software ist in allen Varianten identisch; nur der Start unterscheidet sich.

Option A: Home Assistant Add-on (empfohlen für HA-Nutzer)

Abschnitt betitelt „Option A: Home Assistant Add-on (empfohlen für HA-Nutzer)“
  1. Repository hinzufügen:

    • Gehe zu Einstellungen → Add-ons → Add-on Store
    • Klicke auf das Menü (⋮) → Repositories
    • Füge hinzu: https://github.com/supernova1963/eedc-homeassistant
  2. Add-on installieren:

    • Suche nach „eedc” im Add-on Store
    • Klicke auf Installieren
    • Aktiviere „In Sidebar anzeigen”
    • Starte das Add-on
  3. Öffnen:

    • Klicke in der HA-Sidebar auf „eedc”
    • Oder öffne direkt: http://homeassistant.local:8099

Wer eedc sieht — und wer etwas ändern darf. Seit v4.0.26 erscheint eedc bei jedem angemeldeten Home-Assistant-Benutzer in der Seitenleiste, nicht mehr nur bei Administratoren. Das war ein Anwenderwunsch für Wandtablets, die mit einem eigenen HA-Benutzer ohne Adminrechte laufen.

eedc selbst kennt keine Benutzer: Wer die Oberfläche öffnen kann, kann auch alles ändern. Wenn in deinem Haushalt mehrere Personen ein HA-Konto haben und du das nicht möchtest, schalte die Einstellungs-PIN ein — siehe Einstellungen §2.1b. Ansehen bleibt damit frei, Ändern verlangt die PIN.

Im Add-on-Betrieb erkennt eedc deine Home-Assistant-Sensoren automatisch – der Setup-Wizard schlägt dir im Integrations-Schritt passende Sensoren aus deinem HA-Energy-Dashboard vor (siehe §3).

Das Docker-Image ist für amd64 und arm64 (Raspberry Pi 4/5, Apple Silicon) verfügbar.

Empfohlen: Docker Compose

Terminal-Fenster
# Standalone-Repository klonen
git clone https://github.com/supernova1963/eedc.git
cd eedc
# Mit Docker Compose starten (holt das fertige Image automatisch)
docker compose up -d
# Browser öffnen
open http://localhost:8099

Alternativ: manuell bauen

Terminal-Fenster
cd eedc
# Image bauen
docker build -t eedc .
# Container starten mit persistentem Datenverzeichnis
docker run -d \
--name eedc \
-p 8099:8099 \
-v $(pwd)/data:/data \
-e TZ=Europe/Berlin \
--restart unless-stopped \
eedc

Zeitzone setzen — nicht optional. Ein Docker-Container läuft ohne die Angabe TZ auf UTC, unabhängig von der Zeitzone des Rechners. eedc ordnet Stundenwerte dann rund um Mitternacht dem falschen Tag zu: Der Tagesabschluss fällt auf 22:00 statt 24:00, und die letzten beiden Stunden landen im Folgetag. In der mitgelieferten docker-compose.yml ist TZ=Europe/Berlin bereits gesetzt — beim manuellen docker run und in eigenen Compose-Dateien musst du sie selbst angeben und auf deine Zeitzone anpassen.

Betreibst du eedc zusammen mit Home Assistant, prüft der Daten-Checker das automatisch und meldet eine Abweichung zwischen beiden (Kategorie Zeitzone – Abweichung zu Home Assistant). Als HA-Add-on übernimmt eedc die Zeitzone von Home Assistant; dort ist nichts einzustellen.

Im Standalone-Betrieb ohne lokales Home Assistant kannst du eedc trotzdem an eine externe HA-Instanz anbinden (per langlebigem Zugriffstoken) oder Daten ausschließlich über MQTT beziehen – beides richtest du im Setup-Wizard oder später unter Einstellungen → Integration bzw. Einstellungen → Datenquellen ein.

Siehe DEVELOPMENT.md für die lokale Entwicklungsumgebung (Backend + Frontend getrennt).


Beim ersten Start – wenn noch keine Anlage angelegt ist – begrüßt dich ein geführter Assistent und richtet eedc in wenigen Schritten ein. Der Assistent erscheint automatisch, solange in der Datenbank keine Anlage vorhanden ist; die Datenbank hat dabei Vorrang vor dem Browser-Speicher. Das Anlegen dauert rund 2–3 Minuten.

Der Wizard läuft vor der eigentlichen App. Auf jedem Schritt gibt es oben rechts einen Hilfe-Knopf, der genau den passenden Abschnitt dieses Kapitels als Overlay einblendet – ohne die Einrichtung zu verlassen.

Umgebungsabhängig: Ein Teil der Schritte passt sich deiner Umgebung an. Der Integrations-Schritt sieht im HA-Add-on anders aus als im Standalone-Betrieb, und einzelne Felder erscheinen nur, wenn sie in deiner Umgebung sinnvoll sind. Die folgenden Abschnitte beschreiben den vollen Umfang.

Dieses Kapitel beschreibt den Flip-Zustand (v4.0). Bis zum Flip sind der Integrations-Schritt, das Feld Straße & Hausnummer und der Abschluss-Absprung „Sensor- & Topic-Pflege” noch hinter dem IA_V4-Schalter verborgen; mit v4.0 erscheinen sie regulär. (Interner Merker: Das Kontext-Hilfe-Overlay wird über WIZARD_HILFE_AKTIV erst im Flip-Zug scharfgeschaltet – nicht vorher anfassen.)

Der Willkommens-Bildschirm stellt eedc kurz vor – mit den drei Kernbereichen Auswertungen, Wirtschaftlichkeit und Prognosen – und zeigt, was gleich eingerichtet wird: PV-Anlage mit Standort, Stromtarif, Wechselrichter und Module sowie optional Speicher, Wärmepumpe und E-Auto.

Von hier hast du drei Wege:

  • Einrichtung starten – der normale Weg durch die folgenden Schritte.
  • Demo-Anlage laden – lädt einen vorbereiteten Beispiel-Datensatz (rund 24 Monate Daten mit Wechselrichter, PV-Modulen, Speicher, Wärmepumpe u. v. m.) und springt direkt ins Cockpit. Ideal zum Ausprobieren, bevor du eigene Daten erfasst.
  • JSON-Backup importieren – hast du eine frühere JSON-Sicherung, stellst du damit Anlage, Strompreise, Investitionen, Monatsdaten und die Datenquellen-Zuordnung in einem Schritt wieder her. Nach dem Import landest du direkt in der App.

Hier legst du deine Anlage als Stammdatensatz an.

FeldBedeutungBeispiel
Anlagenname (Pflicht)frei wählbare Bezeichnung„Meine PV-Anlage”
Leistung (kWp) (Pflicht)Gesamtleistung aller Module in Kilowatt-Peak10,5
Inbetriebnahme (Anlage)Stammdatum der Gesamt-Anlage (nicht das älteste Gerät)01.01.2024
PLZ / OrtStandort für die PVGIS-Ertragsprognose12345 / Berlin
Straße & Hausnummer (optional)schärft die Koordinaten fürs GeocodingMusterweg 12
Breitengrad / Längengradwerden per Knopf ermittelt oder manuell eingetragen52.520008 / 13.404954

Koordinaten ermitteln: Trage mindestens die PLZ ein (Ort und Straße machen das Ergebnis genauer) und klicke auf „Koordinaten aus PLZ ermitteln”. eedc füllt Breiten- und Längengrad automatisch; du kannst sie danach von Hand nachjustieren.

Wozu das Inbetriebnahme-Datum? Es steuert, ab wann Stromtarife gelten und welchen Zeitraum der Community-Vergleich heranzieht. Es ist bewusst das Datum der Anlage als Ganzes – einzelne Geräte tragen ihr eigenes Anschaffungsdatum in den Komponenten.

Steuerliche Einstellungen (Regelbesteuerung / Kleinunternehmer) legst du nicht hier, sondern später unter Einstellungen → Stammdaten → Anlage bearbeiten fest.

Der Stromtarif ist die Grundlage aller Wirtschaftlichkeits-Berechnungen. Zwei Wege:

  • Deutsche Standardwerte verwenden – ein Klick übernimmt einen Ausgangstarif (ca. 30 ct/kWh Netzbezug, 12 €/Monat Grundpreis). Die Einspeisevergütung bleibt dabei 0 — sie ist der einzige Wert, den eedc nicht schätzen kann.
  • Manuell anpassen – du trägst Netzbezugspreis (Pflicht), Einspeisevergütung, Grundpreis, das Gültigkeitsdatum („Gültig ab”, Pflicht) sowie optional Tarifname und Anbieter selbst ein.

Die Einspeisevergütung trägst du selbst ein — sie steht in deinem Vergütungsbescheid. eedc schlägt hier bewusst keinen Satz vor: Die EEG-Sätze ändern sich laufend, und welcher für deine Anlage gilt, hängt an Inbetriebnahmedatum, Anlagengröße und Vertragsform. Eine geratene Zahl im Feld sähe aus wie eine gepflegte.

Mit 0 ct bleibt der Einspeise-Erlös 0 € — in Cockpit, ROI und Jahresbericht. Der Daten-Checker meldet das, sobald tatsächlich Einspeisung erfasst ist; bei unvergüteter Einspeisung (Volleinspeisung ohne Vergütung, ausgelaufene Förderung) bleibt 0 richtig und der Hinweis aus.

Wird deine Anlage gestaffelt vergütet, gehört der nach kWp gewichtete Mischsatz ins Feld — eedc rechnet flat mit dem eingetragenen Wert. Wie er sich berechnet, steht in Teil III §2.2. (Bis v4.0.10 schlug der Wizard den Satz der erreichten Stufe vor — für jede Anlage über 10 kWp war das zu niedrig.)

Mehrere Tarife später möglich: Bei einem Tarifwechsel oder einer Preisänderung legst du unter Einstellungen → Stammdaten → Strompreise einfach einen weiteren Tarif mit eigenem Gültigkeitszeitraum an. Auch Spezialtarife für Wärmepumpe oder Wallbox (separater Zähler, günstigerer Tarif) gehören dorthin.

Hier erfasst du die Geräte deiner Anlage. eedc bietet dir einen Schnellstart:

  • PV-System anlegen (empfohlen) – erstellt in einem Zug einen Wechselrichter und die zugehörigen PV-Module mit der zuvor eingegebenen Anlagenleistung. Ausrichtung und Neigung der Module trägst du danach nach.
  • Einzeln hinzufügen – über die Kacheln fügst du gezielt Balkonkraftwerk, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe oder E-Auto hinzu; weitere Typen erreichst du über das Auswahl-Menü.

Sind bereits Komponenten angelegt, zeigt der Schritt sie nach Typ gruppiert in der einheitlichen eedc-Reihenfolge. Jede Komponente hat ein Inline-Formular, in dem du Kaufdatum, Kaufpreis und technische Details ergänzt – diese Angaben braucht die ROI- und Amortisationsberechnung. Pflichtfelder sind mit * markiert; der Kaufpreis ist für die Amortisation besonders wichtig.

Dieser Schritt ist überspringbar – du kannst mit null Komponenten fortfahren und alles später unter Einstellungen → Komponenten nachtragen oder ändern.

PV-Module brauchen einen Wechselrichter: Module (und DC-Speicher) werden einem Wechselrichter zugeordnet. Der Schnellstart „PV-System anlegen” erledigt das automatisch. Details zu den einzelnen Komponenten-Feldern findest du in Teil III: Einstellungen → Komponenten.

Dieser Schritt bindet – ganz optional – deine Datenquellen an. Er passt sich deiner Umgebung an und legt nie etwas ungefragt an; alles hier lässt sich später unter Einstellungen → Datenquellen ändern. Du kannst ihn auch überspringen.

Im Home-Assistant-Add-on ist HA bereits verbunden. eedc liest deine HA-Energy-Dashboard-Konfiguration und schlägt dir daraus passende Sensoren vor – für die Anlage insgesamt und für einzelne Komponenten. Du hakst die gewünschten Vorschläge an und übernimmst sie mit „Ausgewählte übernehmen”. Die Übernahme ist immer bestätigt, nie still. Zusätzlich kannst du den MQTT-Export aktivieren.

Im Standalone-Betrieb fragt eedc zuerst: „Nutzt du eine externe Home-Assistant-Instanz?”

  • Ja, HA verbinden – du hinterlegst die HA-Basis-URL und einen langlebigen Zugriffstoken. Den Token erstellst du in Home Assistant unter Profil → Sicherheit → „Langlebige Zugriffstoken” → Token erstellen. Nach „Verbinden & testen” stehen dieselben Energy-Dashboard-Vorschläge zur Verfügung wie im Add-on. Auch hier ist der MQTT-Export zusätzlich möglich.
  • Nein, nur MQTT – du richtest einen MQTT-Broker ein, der beide Richtungen bedient (Empfangen und Export). Dafür trägst du Broker-Host, Port (Vorgabe 1883) sowie optional Benutzer und Passwort ein und speicherst.

Woher die Tageswerte kommen, entscheidet die Zuordnung — nicht die Betriebsart. Wo du HA-Sensoren zugeordnet hast und Home Assistant erreichbar ist, liest eedc dort; wo Werte per MQTT ankommen, nutzt es MQTT. Beides ist nebeneinander möglich, und wenn der HA-Weg einmal nichts liefert, springt MQTT ein. (Bis August 2026 entschied stattdessen die Umgebung: ein Container mit Token-Anbindung landete beim MQTT-Weg und bekam dadurch gar keine Tageswerte.)

Und dieselbe Regel gilt über die Tageswerte hinaus: die Prognosequellen Solar Forecast ML und Solcast (letztere ohne eigenen API-Schlüssel), die kWh-Zahlen für heute und gestern, dein Verbrauchsprofil, die Langzeitstatistik in Cockpit → Monat und die Wertvorschläge im Monatsabschluss arbeiten mit einer Token-Anbindung genauso wie im Add-on. Auch der Statistik-Import (Einstellungen → Integration) gehört dazu — er holt vergangene Monate aus der HA-Langzeitstatistik und war bis August 2026 fälschlich dem Add-on vorbehalten. Nicht dazu gehören die Flächen, die den HA-Supervisor selbst brauchen: Add-on-Protokolle, der direkte HA-Import und die alte HA-Sensor-Zuordnung; sie bleiben im Standalone-Betrieb ausgeblendet. Fehlt einer Fläche ihre Voraussetzung, sagt sie jetzt welche — „gibt es nur im Add-on” ist etwas anderes als „verbinde zuerst Home Assistant”.

Ein Broker, klare Richtungen: eedc nutzt genau einen MQTT-Broker. Im HA-Zweig ist MQTT reiner Export; im Nur-MQTT-Zweig kommen empfangene Werte und Export über denselben Broker. Die Details der Broker-Verbindung stehen in Teil III: Einstellungen → Integration.

Takt-Hinweis: Nicht jeder HA-Sensor eignet sich als Datenquelle – manche melden zu selten für eine stündliche Auswertung. Übernommene bzw. zugeordnete Sensoren werden deshalb in der Datenquellen-Fläche auf ihren Melde-Takt geprüft (Takt-Check); bei zu grobem Takt bekommst du dort einen Hinweis und kannst die Zuordnung trotzdem bewusst übernehmen. Diese Prüfung läuft in der Datenquellen-Pflege, siehe Teil III: Einstellungen → Datenquellen. (Redaktion: prüfen, ob der Takt-Check-Hinweis mit v4.0 auch schon im Wizard-Schritt selbst sichtbar ist oder erst in der Datenquellen-Fläche – aktueller Code läuft im Picker.)

Zum Schluss zeigt dir eedc eine Zusammenfassung und lässt dich den nächsten Schritt selbst wählen.

Zusammenfassung prüfen – auf einen Blick siehst du je Bereich, ob er sauber konfiguriert ist:

  • PV-Anlage – Name, Leistung, Ort und ob Koordinaten gesetzt sind
  • Stromtarif – Netzbezug und Einspeisung (ein fehlender Tarif wird als Warnung markiert)
  • Investitionen – die erfassten Komponenten samt Gesamt-Investitionssumme
  • PVGIS-Ertragsprognose – sind Koordinaten und PV-Module vorhanden, rufst du hier mit „PVGIS-Prognose abrufen” die erwartete Jahres-Erzeugung (kWh/Jahr und kWh/kWp) ab. Sie ist die Grundlage späterer SOLL/IST-Vergleiche.

Abschluss & nächster Schritt – nach „Weiter zur Datenerfassung” begrüßt dich der Abschluss-Bildschirm mit einer echten Wahl, wie es weitergeht:

  • Monatsdaten erfassen – springt direkt in das Monatsdaten-Formular (Einstellungen → Daten → Monatsdaten), um die ersten Zählerstände einzutragen.
  • Sensor- & Topic-Pflege – springt in die Datenquellen-Fläche (Einstellungen → Datenquellen), um Felder Sensoren bzw. MQTT-Topics zuzuordnen.
  • Zum Cockpit – öffnet direkt die Startseite.

Woher weiß eedc, dass das Setup erledigt ist? Sobald eine Anlage in der Datenbank liegt, gilt die Einrichtung als abgeschlossen und der Wizard startet nicht mehr. Möchtest du ihn erneut durchlaufen, hilft der Abschnitt Fehlerbehebung → Setup-Wizard erneut starten.


Der Setup-Wizard richtet die Stammdaten ein. Die laufende Datenpflege liegt danach gesammelt unter Einstellungen und ist in Teil III beschrieben. Die wichtigsten Wege:

  • Monatsdaten / Monatsabschluss – ein einziges Formular unter Einstellungen → Daten → Monatsdaten. Hier trägst du monatliche Zählerstände (Einspeisung, Netzbezug), Verbrauchswerte und „sonstige Positionen” ein; ein offener Monatsabschluss taucht zusätzlich in der Status-Fußzeile auf. (In früheren Versionen war das ein mehrstufiger Assistent – jetzt ein durchgängiges Formular; siehe Teil III §5.1.)
  • Datenquellen zuordnen – welches Feld aus welchem HA-Sensor, MQTT-Topic oder Connector gespeist wird, pflegst du unter Einstellungen → Datenquellen (siehe Teil III §7).
  • Import & Nachpflege – CSV, Cloud/Portal, Geräte-Connector, HA-Statistik-Import sowie die Energieprofil-Pflege (Vollbackfill, Neu-Aggregation) liegen ebenfalls in den Einstellungen.

Wie du die eingerichteten Daten dann ansiehst und auswertest (Cockpit, Komponenten, Auswertungen, Community), erklärt Teil II: Bedienung.


  1. Zählerstände nutzen: Einspeisung und Netzbezug sollten echte Zählerwerte sein.
  2. Regelmäßig erfassen: mindestens monatlich Daten eintragen.
  3. Konsistenz prüfen: Eigenverbrauch ≤ Erzeugung.
  1. Wechselrichter zuerst, dann PV-Module zuordnen.
  2. Realistische Werte: Lebensdauer, Kaufpreis, Installationsdatum.
  3. Alle Kosten erfassen – auch Montage, Gerüst und Elektriker.
  1. Jahresvergleich: gleicher Monat, unterschiedliche Jahre.
  2. Wetter berücksichtigen: ein schlechtes Jahr bedeutet keine schlechte Anlage.
  3. PVGIS als Referenz: ±10 % Abweichung ist normal.
  1. Verbraucher tagsüber laufen lassen.
  2. Speicher nutzen: Überschuss für abends aufheben.
  3. E-Auto mittags bei Sonne laden.

Tipp: Die Protokolle-Seite (Einstellungen → System → Protokolle) ist das wichtigste Werkzeug zur Fehlersuche. Dort aktivierst du den Debug-Modus, filterst System-Logs nach Fehlern und kopierst Logs per Knopf direkt in ein GitHub-Issue. Details in Teil III §8.4.

Problem: In der Komponenten-Sicht PV-Anlage werden keine IST-Werte angezeigt.

Lösung:

  1. Prüfe, ob PV-Module als Komponenten angelegt sind (Einstellungen → Komponenten).
  2. Prüfe, ob Monatsdaten mit PV-Erzeugung existieren (Einstellungen → Daten → Monatsdaten).
  3. Prüfe, ob im Cockpit das richtige Jahr ausgewählt ist.

Problem: Beim Import (Einstellungen → Integration → Import-Assistenten) erscheint eine Fehlermeldung.

Lösung:

  1. Vorlage neu herunterladen (Spalten können sich ändern).
  2. Spaltentrennzeichen prüfen (Semikolon ; oder Komma ,).
  3. Dezimaltrennzeichen prüfen (Punkt . verwenden).
  4. Bei Legacy-Spalten-Fehlern die einzelnen Komponenten-Spalten statt PV_Erzeugung_kWh verwenden.
  5. Prüfen, ob negative Werte in den Daten stehen (nicht erlaubt).

Problem: „Wetter abrufen” zeigt einen Fehler.

Lösung:

  1. Koordinaten der Anlage prüfen (Einstellungen → Stammdaten → Anlage).
  2. Internetverbindung prüfen.
  3. Die Open-Meteo-API kann kurzzeitig überlastet sein – später erneut versuchen.
  4. Protokolle → System-Logs: nach „Open-Meteo” oder „Bright Sky” suchen.

Problem: Der Verbindungstest zu MQTT schlägt fehl.

Lösung:

  1. Läuft der MQTT-Broker? (docker ps oder HA-Add-on-Status)
  2. Host/Port korrekt? (core-mosquitto bei HA, sonst die IP des Brokers)
  3. Benutzer/Passwort korrekt?
  4. Firewall-Regeln prüfen.
  5. Protokolle → Aktivitäten: Kategorie „MQTT” zeigt Start- und Verbindungsfehler; „Connector-Test” zeigt Verbindungstest-Details.

Problem: Alle Kennzahlen zeigen 0 oder „—”.

Lösung:

  1. Sind Monatsdaten vorhanden? (Einstellungen → Daten → Monatsdaten)
  2. Ist im Cockpit das richtige Jahr ausgewählt?
  3. Sind Strompreise konfiguriert? (Einstellungen → Stammdaten → Strompreise)
  4. Browser-Cache leeren (Strg+Shift+R).
  5. Protokolle → Aktivitäten: Kategorie „HA-Statistiken” prüfen, ob der HA-Import funktioniert hat.

Problem: Nach dem Abschluss startet der Wizard wieder.

Lösung: Der Wizard richtet sich nach der Datenbank, nicht nach dem Browser-Speicher: Solange keine Anlage in der Datenbank liegt, erscheint er bei jedem Start – auch wenn der Browser die Einrichtung als „abgeschlossen” vermerkt hat. Taucht der Wizard also erneut auf, wurde beim ersten Durchlauf keine Anlage gespeichert.

  1. Lege im Wizard eine Anlage an (Schritt Anlage) und schließe ihn ab.
  2. Prüfe in den Protokollen, ob beim Speichern der Anlage ein Fehler auftrat.
  3. Möchtest du den Wizard absichtlich erneut durchlaufen, kannst du den Browser-Speicher zurücksetzen (LocalStorage-Schlüssel eedc_setup_wizard_completed und eedc_setup_wizard_state) und die Seite neu laden.

Problem: Die Monats-Summe (z. B. PV-Erzeugung, Einspeisung) bleibt konstant, obwohl Live- und Tagesdaten korrekt weiterlaufen.

Lösung: Bei Sensoren mit Tagesreset (der Zähler springt täglich um 0:00 auf 0, z. B. „Erzeugung heute”) bildet eedc die Monatssumme aus der reset-bereinigten sum-Spalte der HA-Statistik (identisch zum HA Energy Dashboard).

  1. Öffne den Monat im Cockpit (Cockpit → Monat) erneut – die Summe wird neu berechnet.
  2. Passt sie weiterhin nicht, prüfe in der Datenquellen-Zuordnung, ob der gemappte Sensor state_class: total_increasing hat. Der Daten-Checker zeigt das unter der Kategorie „Sensor-Zuordnung – HA-Statistics” (siehe Teil III §5.3).

Problem: In der Prognose-Auswertung oder in der Werte-Tabelle erscheint ein ⚠ neben einem IST-Wert.

Lösung: Ein Klick auf das ⚠ öffnet einen Reparatur-Popover mit den fehlenden Stunden und dem Knopf „Tag neu berechnen” (idempotent; holt fehlende Snapshots aus der HA-Langzeitstatistik nach).

  1. Bei einzelnen fehlenden Stunden: Reparatur-Popover → „Tag neu berechnen”.
  2. Bei vielen fehlenden Tagen nach einem Add-on-Neustart: kurz warten – eedc holt nach dem Start die letzten Stunden je Anlage idempotent nach.
  3. Bei systematisch fehlenden Werten: die Datenquellen-Zuordnung prüfen. Der Daten-Checker zeigt fehlende kWh-Zähler pro Komponente unter „Energieprofil – Zähler-Abdeckung”.

Backup-/CSV-/PDF-Download zeigt 401 in der HA-Companion-App

Abschnitt betitelt „Backup-/CSV-/PDF-Download zeigt 401 in der HA-Companion-App“

Problem: Ein Download (Backup, CSV-Export, PDF) liefert in der iOS-HA-Companion-App „401: unauthorized”, im Browser funktioniert er.

Lösung: Auf v3.23.2 oder neuer aktualisieren. Seit v3.23.2 läuft der Download als fetch + Blob in der bestehenden Ingress-Session (statt in einem externen Safari-Tab ohne HA-Login) und funktioniert in HA-App und Browser gleichermaßen.

Kommst du von der alten Oberfläche und findest einen Bereich nicht wieder, hilft die Umzugs-Tabelle „Wo ist X hin?” in Teil II: Bedienung §8. Kurz zusammengefasst: die Live-Ansicht ist Cockpit → Live, die Monatsberichte sind Cockpit → Monat, die Sensor-Zuordnung und der frühere MQTT-Inbound sind Einstellungen → Datenquellen, und der Monatsabschluss-Assistent ist zum Formular Einstellungen → Daten → Monatsdaten geworden.


Letzte Aktualisierung: 2026-07-25 (v4.0)